Hamburg. Ewelina Marciniak adaptiert am Thalia Theater 1100 Seiten von Nobelpreisträgerin Olga Tokarczuk. Die Schauspieler sind eine Wucht.

Eberhard in Reihe fünf hat Pech. Weil Eberhard bei der Premiere von Olga Tokarczuks „Die Jakobsbücher“ am Thalia das erlebt, was man im Theater grundsätzlich nicht erleben will: Eberhard wird angespielt. André Szymanski fragt von der Bühne herab nach dem Namen des armen Zuschauers, bittet um ein bisschen mehr Beleuchtung. Szymanski plaudert, er ist charmant und verbindlich, er scheucht einen Kollegen weg, der langsam mal weiterspielen möchte, er lässt Eberhard vergessen, wie unangenehm die Situation tatsächlich ist. Er ist: ein Menschenfänger. Wie Jakob Frank.