Hamburg. Andris Poga glänzte in der Laeiszhalle mit Schostakowitsch, Elena Bashkirova interessierte sich vage für Béla Bartók.

Bei der Bedeutung und Deutung des Worts „Einsatz“ hält die deutsche Sprache kleine, feine Abstufungen parat. Wie wichtig die sein können und wie groß die Unterschiede, wurde am Sonntag im Abo-Konzert der Symphoniker Hamburg vor Augen und Ohren geführt. Gast-Dirigent Andris Poga – ein Lette aus Riga wie der Kollege Andris Nelsons, ebenfalls Ex-Trompeter, zwei Jahre jünger – ist nicht nur für dieses Orchester kein Unbekannter mehr, auch beim NDR war er bereits. In Hamburg wird er gern für späten Schostakowitsch gebucht, zuletzt vor einem Jahr beim Ensemble Resonanz, mit dem er die selten gespielte 14. vorstellte.