Konzert in Hamburg

Deep Purple: Der Hardrock von gestern ist der von heute

Bassist Roger Glover und seine Band-Kollegen rockten die Arena

Bassist Roger Glover und seine Band-Kollegen rockten die Arena

Foto: dpa Picture-Alliance / Ralph Goldmann / picture alliance / R. Goldmann

Die Hardrock-Pioniere gaben 6000 Fans das Gewünschte: Zwei Stunden lang Klassiker, unterbrochen von dem einen oder anderen Solo.

Hamburg.  Als Deep Purple 1984 das Comeback-Album „Perfect Strangers“ veröffentlichte, unkten manche Kritiker schon über „Altherrenrock“. Jetzt, 31 Jahre später, sind die britischen Hardrock-Urgesteine noch reifer geworden, aber immer noch nicht reif für die Rente.

Ob in Wacken im Jahr 2013 oder am Montag in der Hamburger Barclaycard Arena - Ian Gillan, Ian Paice, Roger Glover, Steve Morse und Don Airey gehen einfach raus und spielen, als müssten sie die legendäre Live-Platte „Made In Japan“ von 1972 in den Schatten stellen. Das ist zwar unmöglich, aber „Highway Star“, „Strange Kind Of Woman“, „Space Truckin‘“ und „Smoke On The Water“ brettern auch heute noch. Die 6000 Hamburger Fans freut es.

Zwischen die Klassiker streut Deep Purple mit „Vincent Prize“, „Uncommon Man“ und „Hell To Pay“ noch Songs des aktuellen Albums „Now What?!“ und natürlich noch das eine oder andere Solo für jeden mit Instrument, dann geht es nach zwei Stunden und „Black Night“ wieder hinaus in die Nacht. Und falls Deep Purple mal nicht mehr ist, werden klasse Bands wie die Rival Sons aus dem Vorprogramm die Lücke füllen. Rock bleibt.