Kinostart 25. April

„In Between“: Ein Schöpfer fremder Welten

Das ausführliche Künstlerporträt zeigt den britischen Bildhauer Richard Deacon bei der Arbeit in seinem Atelier.

Gerhard Richter jüngst im Fernsehen, im Kino erst vor zwei Wochen Georg Baselitz und demnächst Max Beckmann — Künstler, die Orientierung versprechen. Da fällt der Brite Richard Deacon aus dem Rahmen: Auch wenn er, laut Verleihankündigung, zu den bedeutendsten und einflussreichsten Bildhauern der Gegenwart gehört, dürfte sein Name doch weniger bekannt sein als die der deutschen Maler.

Deacon, 1949 in Wales geboren, wuchs als Sohn eines Berufssoldaten auf. Alle zwei Jahre das Land oder sogar den Kontinent zu wechseln hat sein Interesse an fremden Kulturen und deren Ausdrucksformen wesentlich geprägt. Entsprechend verwendet er in seinen Arbeiten eine große Vielfalt an Materialien. Der Film Claudia Schmids, die seit 1991 zahlreiche Künstlerporträts realisiert hat, zeigt Deacon vorwiegend bei der Arbeit in seinen Ateliers. Seine Mitarbeiter Matthew und Perry, beide Co-Autoren seiner Werke, wissen die Entwürfe Deacons kreativ umzusetzen. In dieser ausführlichen Darstellung der Verbindung von handwerklichen und schöpferischen Aspekten entfaltet der Film ganz eigene Qualitäten.

Bewertung: empfehlenswert

„In Between – Der britische Künstler Richard Deacon“ D 2013, 91 Min., o. A., R: Claudia Schmid, Fr, Mi, So im Abaton; www.mindjazz-pictures.de/inbetween.html

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