Kinostart 21. März

„Die Croods“: Aufbruch in eine neue Ära

| Lesedauer: 2 Minuten
Michael Ranze

Der 3-D-Animationsfilm verbreitet viel Spaß mit einer Steinzeitfamilie, die prähistorische, aber auch ganz moderne Probleme plagen.

Gar nicht so einfach, an so ein Frühstücksei zu kommen. Familie Crood hat unter Führung von Vater Grug die Vorgehensweise jedenfalls perfektioniert: klauen, festhalten, werfen, blocken, attackieren - fast kommt man sich vor wie bei einem Rugby-Spiel. Wir befinden uns in der Steinzeit, und die ist nicht so beschaulich, wie uns Fred Feuerstein und Barney Geröllheimer immer weis machen wollten. Überall lauern Gefahren, und Papa Grug ist diesbezüglich auf der Hut: Kaum ist die Sonne untergegangen, verschwinden die Croods eilig in ihrer Höhle, manchmal tagelang. Tochter Eep, vorlaut und neugierig, ist das allerdings schnuppe. Bei einem ihrer unerlaubten Ausflüge lernt sie den schmächtigen Guy kennen. Und ist zum ersten Mal verknallt. Dummerweise verschiebt die Erde gerade unter lautem Getöse ihre Kontinentalplatten. Plötzlich ist die heimische Höhle futsch, und die Croods machen sich auf die Suche nach einer neuen Wohnstatt. Dabei von großer Hilfe: Guy, der so einiges auf dem Kasten hat. Feuer machen zum Beispiel.

Wie schon im letzten "Ice Age"-Abenteuer, in dem die Erde auch ständig Schluckauf hatte, bestehen "Die Croods" aus einem autoritären Vater, einer pubertierenden Tochter und sogar einer renitenten Oma. Eltern können manchmal ganz schön nerven, aber irgendwie braucht man sie doch - so die einfache Botschaft des Films. Regisseur Chris Sanders singt, unterstützt von Kirk DeMicco, einmal mehr unterschwellig und beiläufig das Hohelied auf Familie und Freundschaft, auf Werte wie Hilfsbereitschaft, Altruismus und Zusammengehörigkeit.

Die Komik entsteht vor allem aus den prägnanten, höchst unterschiedlichen, pfiffigen Charakteren und den witzigen Wortgefechten, die sie sich immer wieder liefern. Für Spannung und Aufregung sorgen die perfekt animierten Actionszenen, die - verpackt in spektakuläre 3-D-Bilder - dem Zuschauer spürbar den Atem rauben. Mit anderen Worten: Diese Steinzeitfamilie verbreitet gehörig Spaß.

Bewertung: empfehlenswert

"Die Croods" USA 2013, 99 Min., o. A., R: Kirk DeMicco, Chris Sanders, dt. Sprecher: Uwe Ochsenknecht, Kostja Ullmann, Janin Reinhardt, täglich im Blankeneser, Hansa, in allen Cinemaxx-und UCI-Kinos; Internet: www.diecroods.de

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