Kinostart 14. März

„Rubinrot“: Ein Teenager auf Zeitreise

Das Fantasy-Abenteuer "Rubinrot" ist eine spannende wie frische Bestseller-Verfilmung - nicht aus Hollywood, sondern aus Deutschland.

Wer sagt denn, dass nur Hollywood packendes Jugend-Fantasy-Kino produzieren kann? Im Vergleich zu der zuletzt arg blutleeren "Twilight"-Saga ist dem deutschen Regisseur Felix Fuchssteiner mit "Rubinrot" nun der erste Teil einer Romanverfilmung gelungen, der Spannung und Romantik kraftvoll mit dem Teenager-Alltag verknüpft.

Auf dem Bestseller von Kerstin Gier basiert die Geschichte um die Londoner Schülerin Gwendolyn, die sich damit arrangieren muss, dass ihr ein Zeitreise-Gen vererbt wurde. Plötzlich findet sie sich in anderen Epochen wieder. Und auch der arrogante Gideon, der auf das gleiche Schicksal seit Jahren vorbereitet wurde, ist anfangs keine große Hilfe.

Das Filmabenteuer verhandelt elementare Themen (Obrigkeiten misstrauen, sich emanzipieren), ist selbstironisch (allen voran Katharina Thalbach als Tante), dramaturgisch flott erzählt und die Spezialeffekte sehen recht überzeugend aus. Die jungen Akteure spielen unverkrampft und selbst Veronica Ferres als Mutter nervt weniger als sonst. Kleine Abzüge gibt es für den einen oder anderen etwas hölzernen Nebendarsteller und für die teils leicht überdramatisierte Musik. Aber ansonsten: Ein guter Jugendfilm, der neugierig macht auf die Fortsetzung.

Bewertung: empfehlenswert

"Rubinrot" D 2013, 122 Min., ab 12 J., R: Felix Fuchssteiner, D: Maria Ehrich, Jannis Niewöhner, täglich in den Cinemaxx- und UCI-Kinos; www.rubinrot-derfilm.de