"Der mit dem Wolf tanzt"

Im Westen viel Neues

Der Film plädiert gegen den Völkermord an den amerikanischen Ureinwohnern und konnte sieben Oscars gewinnen. Play it again bringt ihn zurück auf die große Leinwand.

Hamburg. Der Western hatte seine beste Zeit längst hinter sich, und auch die Spätwestern waren längst durch die Kinos gezogen, als Kevin Costner dem Genre noch mal einen Besuch abstattete. Er spielte die Hauptrolle, führte Regie und produzierte "Der mit dem Wolf tanzt". Lieutenant Dunbar wird weit in den Westen geschickt, wo er als einsamer Vorposten vorsichtig Kontakt zu den Indianern aufnimmt - und mit einem Wolf Freundschaft schließt.

Skeptisch reagierte man auf Costners Pläne. Drei Stunden Spieldauer für ein längst durchgerittenes Genre? Aber der US-Schauspieler überraschte mit einer Mischung aus historischer Genauigkeit und hohem Unterhaltungswert. Mehr als sechs Millionen Zuschauer sahen allein in Deutschland das Epos im Kino, das viele neue Töne anschlug. Endlich spielten echte Sioux die Indianer, die auch in ihrer Stammessprache Lakota reden durften. Der Film plädiert gegen den Völkermord an den amerikanischen Ureinwohnern und konnte sieben Oscars gewinnen. Play it again bringt ihn zurück auf die große Leinwand.

Der Mit dem Wolf tanzt USA 1990, 180 Min., ab 12 J., Sa 15.30 im 3001, Di 17.00 im Abaton