Norden. Er hat mehr als 13 Millionen Bücher verkauft - einige wurden sogar verfilmt. Trotzdem ist Autor Klaus-Peter Wolf noch immer aufgeregt, wenn ein neuer Roman erscheint.

Beststellerautor Klaus-Peter Wolf plagen vor der Veröffentlichung eines neuen Krimis schlaflose Nächte. „Meine größte Angst ist die, zu enttäuschen. Wenn ein neuer Roman erscheint, bin ich saunervös und aufgeregt“, sagte der Krimiautor, der am 12. Januar seinen 70. Geburtstag feiert, der dpa. Er sorge sich vor einer Neuerscheinung etwa, ob Spannung fehle oder ein Witz nicht rüberkomme.

„Ich schreibe nicht für meinen Deutschlehrer, nicht für einen Literaturkritiker und nicht für das Finanzamt. Ich schreibe die Bücher für meine Leserinnen und Leser und die will ich nicht enttäuschen“, sagte der Krimiautor, der wie die Hauptfigur seiner Ostfriesenkrimis in der niedersächsischen Kleinstadt Norden lebt.

Zugleich tue es ihm gut, einen engen Kontakt zu seinen Fans zu haben. „Wenn Fans Kritik üben, ist das ganz ehrlich“, sagte Wolf. Mit pauschaler Literaturkritik, die erfolgreiche Regionalkrimis ablehne, könne er dagegen wenig anfangen. „Das hat etwas mit einer merkwürdig elitären Haltung zu tun: Das, was viele Menschen gut finden, muss schlecht sein.“ Darin offenbare sich ein Demokratieproblem. Während Krimiautoren mit einer großen Leserschaft andernorts große Anerkennung bekämen, ernteten solche Autoren in Deutschland von Literaturkritikern dagegen ein „Naserümpfen“, sagte Wolf.

Wolf veröffentlicht mit „Ostfriesenhass“ am 24. Januar den 18. Titel seiner Ostfriesenkrimi-Reihe um die Ermittlerin Ann Kathrin Klaasen. Der gebürtige Gelsenkirchener hat mehr als 13 Millionen Bücher verkauft, übersetzt in mehr als zwei Dutzend Sprachen.