Historischer Roman

Unter Kunsträubern: "Die Fälscherin von Venedig"

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Italien ist der klassische Sehnsuchtsort, und Venedig die Krönung. Hier spielt dieser kluge historische Roman.

München. Während der napoleonischen Besatzung gelangen zahlreiche Kunstwerke Venedigs als Beutekunst nach Frankreich. Als sie 1818 in die Lagunenstadt rückgeführt werden, verschwinden viele Stücke bei einem gigantischen Kunstraub.

Der deutsche Schriftsteller Franz Wercker erhält den Auftrag, sich auf die Spur der Diebe zu begeben. Getarnt als Kunsthändler knüpft er Verbindungen zu Sammlern, Händlern und Künstlern und gerät dabei ins Visier der Hintermänner der dreisten Diebstähle. Ein Mordanschlag führt dazu, dass Franz sein Gedächtnis verliert.

Christian Schnalke erweckt mit seinem historischen Roman "Die Fälscherin von Venedig" Italien als Sehnsuchtsort der deutschen Romantik wieder zum Leben. Venedig ist der farbenprächtige Hintergrund für einen spannenden Kriminalfall. Die Serenissima versprüht aber nicht nur kulturellen Glanz, sondern ist auch ein Ort der Armut und Kriminalität. Dieser Spagat gelingt dem Autor bestens, das Ergebnis ist ein vorzüglicher und sprachlich hervorragender Roman.

Christian Schnalke: Die Fälscherin von Venedig, Piper Verlag, München, 496 Seiten, 22,00 Euro, ISBN 978-3-492-05952-7

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