Kämpfer und Träumer

Literaturfest zum 100. Geburtstag von Wolfgang Borchert

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Blumen liegen auf dem Grab des Schriftstellers Wolfgang Borchert auf dem Friedhof Ohlsdorf in Hamburg.

Blumen liegen auf dem Grab des Schriftstellers Wolfgang Borchert auf dem Friedhof Ohlsdorf in Hamburg.

Foto: dpa

Er wurde nur 26 Jahre alt. Sein Antikriegsdrama "Draußen vor der Tür" machte ihn posthum weltberühmt: Vor 100 Jahren wurde der Schriftsteller Wolfgang Borchert in Hamburg geboren.

Hamburg. Am 20. Mai wäre der Schriftsteller Wolfgang Borchert (1921-1947) 100 Jahre alt geworden.

Aus diesem Anlass veranstaltet seine Geburtsstadt unter dem Motto "Hamburg liest Borchert" bis zum 12. Juni ein Lesefestival mit mehr als 30 Veranstaltungen – vom weltbekannten Drama "Draußen vor der Tür" bis hin zu seinen Erzählungen und Gedichten.

Höhepunkt des Festivals ist die Jubiläumswoche vom 17. bis 23. Mai, unter anderem in den Hamburger Kammerspielen. Dort war 1947 sein Antikriegsdrama "Draußen vor der Tür" einen Tag nach seinem Tod uraufgeführt worden.

"Wolfgang Borchert war ein Pazifist und Idealist, ein Kämpfer und Träumer, ein junger Mann mit großen Ideen und einem überfließenden Herzen", sagte Kultursenator Carsten Brosda (SPD). Bei der Eröffnungsveranstaltung am 17. Mai sollen unter anderem Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD), die Schriftsteller Simone Buchholz und Matthias Politycki, Schauspieler Charly Hübner und Musiker Bela B aus seinem Werk lesen. Weitere Höhepunkte sind ein Picknick zum Geburtstag am 20. Mai im Hayns Park sowie eine Abschlussveranstaltung mit Sänger Stefan Gwildis im St. Pauli Theater.

Das Festival erstreckt sich über die gesamte Hansestadt und präsentiert Borcherts Werk bis zum 12. Juni in unterschiedlichen Formaten. In der Universitätsbibliothek startet darüber hinaus die neue Dauerausstellung "Borchert-Box", die den Nachlass des Autors und sein Arbeitszimmer öffentlich zugänglich macht. Auch Veranstaltungen im Freien widmen sich den Texten und dem Werdegang Borcherts. Die Planungen werden an die aktuellen Corona-Bestimmungen angepasst. Die meisten Veranstaltungen könnten alternativ online stattfinden.

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( dpa )