Ausstellungen

Lange Nacht der Museen lockt am Sonnabend mit Überraschungen

60 Museen, Ausstellungshäuser und Gedenkstätten sind bei der Langen Nacht der Museen dabei

60 Museen, Ausstellungshäuser und Gedenkstätten sind bei der Langen Nacht der Museen dabei

Foto: Malte Christians / dpa

60 Hamburger Museen, Ausstellungsorte und Gedenkstätten erweitern ihr Programm und bleiben bis zum frühen Sonntagmorgen geöffnet.

Hamburg.  Es ist Hamburgs größte Kulturparty, zu der auch in diesem Jahr wieder mindestens 30.000 Besucher erwartet werden: Am Sonnabend, 9. April, laden Hamburgs Museen wieder zu ihrer „Lange Nacht“ ein. Da geht es etwa um Urwal-Forschung oder Kaffeerösten.

60 Museen, Ausstellungshäuser und Gedenkstätten organisieren von Sonnabend 18 Uhr bis in die sonntäglichen Morgenstunden mehr als 700 Veranstaltungen. Dabei handelt es sich nicht nur um Ausstellungsführungen, sondern auch um Musik, Tanz, Theater, Filme, Lesungen, Vorträge und Aktionen, an denen sich die Gäste beteiligen können.

Sammeln, Bewahren, Forschen und Vermitteln

Höhepunkte sind beispielsweise eine Trommelperformances mit dem Einstürzende-Neubauten-Drummer N.U. Unruh im Museum für Kunst und Gewerbe, eine Schokoladenverkostung im Speicherstadtmuseum oder die norddeutsche Barmeisterschaften im Kunsthaus Hamburg.

Thematisch stehen im Mittelpunkt der 16. „Langen Nacht“ diesmal die vier Kernaufgaben der Museen: Sammeln, Bewahren, Forschen und Vermitteln. „Zur Vermittlungsarbeit gehört es, Hintergrundinformationen zu bieten, neue Perspektiven und Begeisterung zu schaffen und Barrieren aller Art abzubauen“, sagt Vera Neukirchen, bei der als Chefin des Museumsdienstes die organisatorischen Fäden des kulturellen Mega-Events zusammenlaufen.

Shuttlebusse fahren zu den Veranstaltungsorten

Neu dabei ist in diesem Jahr zum Beispiel der „Dialog im Stillen“, bei dem Besucher Gehörlosigkeit nachempfinden und auf völlig ungeahnte Weise miteinander kommunizieren können. Wer Lust hat, kann sich auch an einer Foto-Aktion beteiligen, durch eine Schlüsselloch-Postkarte sein persönliches Lieblingsobjekt fotografieren und das Bild dann mit #lndmhh auf Twitter, Facebook oder Instagram posten. Gewinnen kann man Taschen, die aus recycelten Lange-Nacht-Bannern gefertigt wurden, außerdem wird aus den mit Hashtag markierten Bildern ein Museumsnacht-Film produziert, der vier Tage später in den sozialen Medien zu sehen ist.

Wie in jedem Jahr verkehren auch diesmal wieder Shuttlebusse zwischen den einzelnen Museen, der zentrale Abfahrtsort ist wie gewohnt der Deichtorplatz. Die Tickets kosten 15, ermäßigt 10 Euro und sind an allen Museumskassen, vielen weiteren Verkaufsstellen erhältlich. Weiter Infos unter www.langenachtdermuseen-hamburg.de.