Hamburg. Anne Lenk feiert mit Tschechows „Drei Schwestern“ eine fulminante Rückkehr ans Thalia – und mutet ihren Figuren einiges zu.

Es gibt kein richtiges Leben im falschen. So viel ist sicher. Als dieser Satz fällt, sind die Träume und Hoffnungen der vier Kinder des verstorbenen Kommandanten einer Militärbrigade längst zerstoben im Bühnennebel. Regisseurin Anne Lenk feiert mit Anton Tschechows „Drei Schwestern“, jenem Repertoire-Klassiker über ein romantisch verwirrtes spätfeudal gelangweiltes Bürgertum, eine fulminante Rückkehr an das Thalia Theater.