Museums der Arbeit

In Barmbek entsteht ein„Schlüsselort“ für Zukunftsfragen

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Rita Müller, Direktorin des Museums der Arbeit

Rita Müller, Direktorin des Museums der Arbeit

Foto: Thorsten Ahlf / THORSTEN AHLF / FUNKE FOTO SERVICES

Am Torhaus des Museums der Arbeit hat nun die Sanierung begonnen – finanziert mit mehr als sechs Millionen Euro. Die Pläne.

Hamburg. Wie wird die Digitalisierung unsere Arbeit weiter verändern und welche Fähigkeiten benötigen wir, um den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts adäquat begegnen zu können?

Mit diesen und vielen weiteren entscheidenden Zukunftsfragen beschäftigt sich das Museum der Arbeit in Barmbek künftig an einem ganz besonderen Ort. Das Museum, das sich in einem der ältesten noch existierenden Fabrikensembles Hamburgs befindet, hat gestern mit dem Umbau des denkmalgeschützten Torhauses begonnen und erweitert damit seinen Komplex um ein „offenes Forum“, in dem gemeinsam mit Interessierten Fragen zur Zukunft der Arbeit behandelt werden sollen.

Museum der Arbeit: Umbau des denkmalgeschützten Torhauses

Das Modellprojekt, das bereits Mitte nächsten Jahres fertiggestellt sein soll, werde mit einem Café im Erdgeschoss und sogenannten Kompetenzwerkstätten im Obergeschoss als „Schlüsselort“ sowohl für die Arbeit der Stiftung Historische Museen Hamburg (SHMH) als auch als Ort der Begegnung mit der
Öffentlichkeit dienen, sagte Hans-Jörg Czech, Direktor und Vorstand der SHMH. „Parallel zu den anderen Haupthäusern unserer Stiftung macht sich auch dieses Museum auf den Weg, um durch sensible Erneuerung und Innovationen weiterhin für die Besucherinnen und Besucher ein attraktives Ziel zu bleiben“, so Czech.

Neben dem Café werde zudem das „Forum Zukunft gestalten“ im Erdgeschoss einziehen. Auf diese Weise können sich Besucherinnen und Besucher mithilfe fortlaufend wechselnder Themeninseln und digitaler Medienstationen zum einen mit neuen Fragestellungen der Arbeit beschäftigen. Zum anderen sollen die neu gestalteten Räumlichkeiten aber auch für Veranstaltungen wie Kreativworkshops oder Gesprächsrunden genutzt werden, wie Museumsdirektorin Rita Müller erklärt. Hierzu sei das Museum bereits mit zahlreichen Start-ups und Kooperationspartnern im Austausch.

Sanierung wird mit Mitteln in Höhe von 3,82 Millionen Euro finanziert

Neben Erwachsenen sollen auch Kinder und Jugendliche die Möglichkeit erhalten, in den Kompetenzwerkstätten „Technik“ und „Kreativität“ „sinnliche Erfahrungen mit unterschiedlichen Techniken und Materialien zu machen“. In einem dritten Raum werde das Museum in Form von dialogischen Formaten vormittags „ein Programm für Schulklassen“ anbieten und nachmittags ein offenes Programm für verschiedenste Nutzerinnen und Nutzer.

Inhaltlich werde es um Themen wie Nachhaltigkeit oder Digitalisierung gehen, sagte Müller. Auf diese Weise will das Museum für Arbeit sein erfolgreiches Format der „offenen Werkstätten“ ergänzen, bei dem Interessierte bereits jetzt die Möglichkeit haben, Einblicke in Bereiche wie den Buchdruck oder das Buchbinden zu erhalten.

Finanziert wird die Sanierung mit Mitteln in Höhe von 3,82 Millionen Euro durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und weiteren 2,85 Millionen Euro durch die Freie und Hansestadt Hamburg.

( mhs )