Hamburg

Digitalisierung: Spannende Pläne für das Polizeimuseum

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Leon Ziemer folgt im Polizeimuseum auf Joachim Schulz (r.). 

Leon Ziemer folgt im Polizeimuseum auf Joachim Schulz (r.). 

Foto: Polizei Hamburg

Unter Leon Ziemer soll unter anderem ein Virtual-Reality-Projekt Gestalt annehmen. Polizeigeschichte soll „für jeden erlebbar“ sein.

Hamburg.  Das größte Polizeimuseum Deutschlands ist in Hamburg zu Hause und empfängt seine kleinen und großen Gäste bereits seit acht Jahren. Polizeihauptkommissar Martin Schulz leitete das einzigartige Museum, zum Beginn des neuen Jahres nun wechselt die Leitung, und der 38 Jahre alte Archäologe Leon Ziemer übernimmt.

Seine Geschichte bei der Polizei nahm ihren Anfang, als er der Wissenschaft den Rücken kehrte und an der Akademie der Polizei mit dem Schwerpunkt Digitalisierung zu unterrichten begann. Das Fachgebiet Kulturschutz, welches auch im Museum eine Rolle spielt, brachte ihn zurück zu seinen Wurzeln. Seine Kenntnisse möchte Ziemer nun für die Darstellung der Geschichte der Polizeiarbeit einsetzen.

Polizeimuseum in Hamburg soll digitaler werden

„Mit Spannung und Neugier“ blicke er in die Zukunft und sei bereit, „zusammen mit allen Mitwirkenden des Hauses neue Impulse für das Museum zu setzen“. Für 2022 stehen viele verschiedene Projekte an, die aufgrund von Corona allerdings wohl erst ab dem Sommer realisiert werden können. Geplant ist etwa die Ausstellung „Mit offenen Augen“ des Hamburger Fotografen Fabrizio Barile. 60 Prominente, darunter Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher, TV-Koch Christian Rach und Fußballlegende Uwe Seeler, haben sich ablichten lassen, um für mehr Aufmerksamkeit im Straßenverkehr zu werben. Die Ausstellung wird voraussichtlich ab Juni oder Juli im Museum zu sehen sein. Im Dezember dürfen sich die Besucher und Besucherinnen dann über eine Sonderausstellung rund um die Geschichte der Polizeiuniformen freuen.

Besonders am Herzen liegt es Leon Ziemer, die Digitalisierung des Hauses weiter auszubauen. Sein Ziel ist: Polizeigeschichte „für jeden erlebbar machen“. Hierfür wird es schon ab Ende Februar einen digitalen Rundgang durch das Museum geben. Noch in der Entstehungsphase befindet sich ein Virtual-Reality-Projekt, das es ermöglichen soll, hautnah in die Polizeiarbeit einzutauchen.

Polizeimuseum geöffnet Di, Mi, Do, So, jew. 11.00 bis 17.00; www.polizeimuseum.hamburg

( hpjp )