Rundfunk

NDR in den roten Zahlen – trotz Sparmaßnahmen

Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) hat das Minus im Geschäftsjahr 2020 abmildern können.

Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) hat das Minus im Geschäftsjahr 2020 abmildern können.

Foto: picture alliance

Norddeutscher Rundfunk hat den Fehlbetrag im vergangenen Jahr zwar verringern können, doch unter dem Strich bleibt dennoch ein Minus.

Hamburg. Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) hat das Minus im Geschäftsjahr 2020 abmildern können. Eigentlich war ein Fehlbetrag von rund 131 Millionen Euro erwartet worden, der Wert lag tatsächlich bei einem minus 73,5 Millionen Euro, wie der öffentlich-rechtliche Sender am Freitag in Hamburg mitteilte.

Als Gründe für die Verbesserung nannte der Sender Sparanstrengungen sowie Auswirkungen der Corona-Pandemie. Dies habe dazu geführt, dass Sport-Großveranstaltungen in das Jahr 2021 verlegt wurden. Damit zeigt sich beim NDR eine ähnliche Entwicklung im Jahr 2020 wie auch in anderen Häusern des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Auch dort waren die Fehlbeträge niedriger als erwartet, etwa beim Deutschlandradio oder beim Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB).

NDR will mehr plattdeutsche Hits spielen

Unterdessen arbeitet der Sender an einem Ausbau von plattdeutschen Hits in seinem digitalen Schlagerprogramm NDRPlus. Das Ganze befinde sich noch im Ideenstatus, man wolle Plattdeutsch aber stärker integrieren, sagte die stellvertretende Intendantin und Direktorin des Landesfunkhauses Niedersachsen, Andrea Lütke, am Freitag bei der Rundfunkratssitzung des öffentlich-rechtlichen Senders in Hamburg.

Der NDR wolle sich im norddeutschen Raum mit einem besonderen Schlagerangebot profilieren. Das digitale Radioprogramm, das über DAB+ und im Internet empfangbar ist, wird zum 1. November seinen Namen wechseln: Von NDR Plus in NDR Schlager.

( dpa/HA )