Kino Hamburg

220.000 Euro: Doppelter Geldsegen für Hamburgs Filmtheater

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Volker Behrens
Das Abaton im Grindelviertel bekommt 20.000 Euro.

Das Abaton im Grindelviertel bekommt 20.000 Euro.

Foto: Abaton

Die Verleihung verlief in diesem Jahr anders als bisher üblich, die prämierten Lichtspielhäuser hatten prominente Laudatoren.

Hamburg.  17 Hamburger Kinos und Kinoinitiativen dürfen sich freuen: Sie sind am Donnerstag mit den Hamburger Kinopreisen ausgezeichnet worden. Die Verleihung verlief in diesem Jahr anders als bisher üblich, die prämierten Lichtspielhäuser hatten prominente Laudatoren, darunter Detlev Buck, Catrin Striebeck, Peter Lohmeyer, Pheline Roggan und Gustav Peter Wöhler. Sie alle hatten Video-Grußbotschaften aufgenommen und unterstützten auf diese Weise bei der Preisvergabe Kultursenator Carsten Brosda und Helge Albers, Leiter der Moin Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein.

Das Preisgeld wurde in diesem Jahr auf die Summe von insgesamt 220.000 Euro verdoppelt. Prämiert wurden das Abaton, 3001 und Zeise mit jeweils 20.000 Euro. Jeweils 15.000 Euro gingen an das Magazin, Studio, Koralle, Savoy, Alabama und B-Movie. Über 10.000 Euro freuen sich das Passage, Lichtmess, Elbe, Blankeneser, Schanzenkino 73 und der Filmraum. Jeweils 5000 Euro bekommen die Initiativen Flexibles Flimmern und A Wall Is A Screen.

Hamburger Kinopreise: Kultursenator dankt Betreibern für ihr großes Engagement

Kultursenator Brosda sagte: „Endlich ist der Film wieder auf den großen Leinwänden zu erleben. Mit den Hamburger Kinopreisen zeichnen wir nach Monaten der Stille nicht nur erstklassige Programmarbeit aus, sondern möchten in einer Zeit, die vielen Kinobetreibern vieles abverlangt, auch Danke sagen für großes Engagement in schweren Zeiten.“ Albers lobte die „vielfältige Kinolandschaft der Hansestadt“ und ergänzte: „Ich freue mich sehr, dass wir Hamburgs Programm- und Stadtteilkinos nach einem sehr zehrenden Corona-Jahr mit einer Verdoppelung der Prämien unter die Arme greifen können.“

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Regisseur Detlev Buck („Wir können auch anders“) war für das Koralle nicht nur prominenter Laudator, er wird in dem Volksdorfer Kino am Sonnabend, 11. September, um 20 Uhr auch persönlich vorbeischauen, um seinen neuen Film „Die Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ nach der Vorlage von Thomas Mann vorzustellen.

In der Filmpreis-Jury saßen in diesem Jahr der Regisseur Lars Jessen, die Journalistin Britta Schmeis und die Kinobetreiberin Verena von Stackelberg. Die Hamburger Kinopreise werden seit 1993 verliehen.