Film

„Born for Korn“ – Was Milchbauern im Kino suchen

„Born for Korn“ läuft im Abaton.

„Born for Korn“ läuft im Abaton.

Foto: Thorsten Ahlf

Sympathisches Porträt einer Bauernfamilie des Regie-Trios Heesch, Middleton und Szücs, das in norddeutschen Kinos startet.

Hamburg.  Lautes Muhen gleich zu Beginn, die Natur Schleswig-Holsteins liefert idyllische Bilder. Doch eigentlich möchte der neue Kinofilm „Born for Korn“, das durchaus sympathische Por­trät einer Bauernfamilie des Regie-Trios Heesch, Middleton und Szücs, das heute in norddeutschen Kinos startet, auf ein ernstes Thema hinweisen. Die Industrialisierung sowie die starke Abhängigkeit der Bauern vom Vertrieb an mächtige Supermarktketten bedrohen die Existenz vieler landwirtschaftlicher Betriebe.

„Die Rolle, in der sich die Bauern selber sehen, muss sich ändern, von einer Passiv- in eine Aktiv-Rolle“, findet Milchbauer Jörn Sierck, der mit seiner Familie den Hof Fuhlreit in der nördlichen Geest in fünfter Generation führt.

Damit die Söhne später einen leistungsfähigen Betrieb trotz sinkender Milchpreise übernehmen können, geht die Familie gemeinsam neue Wege und wird dabei mit der Kamera begleitet. Eine eigene Meierei inklusive Direktvertrieb soll die Zukunft absichern. Der Film überzeugt durch malerische Landschaften und kernige Persönlichkeiten, wäre aber genauso gut im Abendprogramm des NDR aufgehoben.

„Born for Korn“, 78 Min., keine Altersbeschränkung, läuft im Abaton

( hpaw )