Auszeichnung

Gründgens-Preis geht an Schauspieler Volker Lechtenbrink

Volker Lechtenbrink während eines Interviews. Der Schauspieler wurde mit dem Gustaf-Gründgens-Preis ausgezeichnet.

Volker Lechtenbrink während eines Interviews. Der Schauspieler wurde mit dem Gustaf-Gründgens-Preis ausgezeichnet.

Foto: Daniel Reinhardt/dpa

Lechtenbrink habe die Theaterszene in Hamburg und im gesamten deutschsprachigen Raum geprägt, begründet die Jury ihre Wahl.

Hamburg. Der mit 15 000 Euro dotierte Gustaf-Gründgens-Preis geht in diesem Jahr an den Schauspieler, Sänger und Regisseur Volker Lechtenbrink. „Volker Lechtenbrink hat mit seinem Wirken die Theaterszene in Hamburg und im gesamten deutschsprachigen Raum geprägt“, heißt es in der Begründung der Jury. In unzähligen Bühnen-, Film- und Fernsehrollen überzeuge er nicht nur mit herausragender künstlerischer Professionalität, sondern auch
mit seiner großen Leidenschaft und Hingabe.

Lechtenbrink (76) wurde 1959 mit der Rolle des Schuljungen Klaus Hager in Bernhard Wickis berühmtem Antikriegsfilm „Die Brücke“ bekannt. Neben seiner Arbeit am Theater und als Musiker stand er regelmäßig für Fernsehfilme und -serien vor der Kamera (etwa in „Derrick“ und „Ein Fall für zwei“).

Gustaf-Gründgens-Preis wird seit 2021 verliehen

Die Hamburger Lions Clubs verleihen mit dem Deutschen Schauspielhaus seit 2012 alle zwei Jahre einen gemeinsamen Preis. Der Preis trägt den Namen „Gustaf-Gründgens-Preis der Hamburger Lions Clubs mit dem Ernst-Deutsch Theater (vormals dem Deutschen Schauspielhaus) in Hamburg, gestiftet von der Mercedes-Benz Niederlassung Hamburg“.

Bisherige Preisträger des Gustaf-Gründgens-Preises

  • John Neumeier, Intendant des Hamburg Balletts
  • Joop van den Ende, Theaterproduzent
  • Michel Abdollahi, Moderator

Mit diesem Preis werden Persönlichkeiten ausgezeichnet, die durch ihr Lebenswerk einen bedeutenden Beitrag zur Darstellenden Kunst in Hamburg geleistet haben. Der Preis soll darüberhinaus an die bedeutende Persönlichkeit Gustaf Gründgens erinnern, der als Schauspieler, Regisseur und Intendant Theatergeschichte geschrieben hat. Sein Name ist untrennbar mit dem Deutschen Schauspielhaus in Hamburg verbunden, dessen Intendant er zwischen 1955 und 1963 war.

Über die Vergabe des Preises entscheidet eine Jury, bestehend aus der Intendantin des Ernst-Deutsch Theaters, einem Vertreter der Hamburger Lions Clubs und dem Rektor der Hochschule für Musik und Theater zu Hamburg.

( dpa/HA )