Armgard Seegers: „Jeder Nachteil hat einen Vorteil“

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Was wollten Sie als Kind werden und warum?

Schauspielerin. Meine Mutter hat mich schon als Fünfjährige mit ins Kino genommen. Ich war begeistert von Filmen, später auch vom Theater.

Was war der beste Rat Ihrer Eltern?

Du darfst alles werden, was du willst.

Wer war beziehungsweise ist Ihr Vorbild?

Frauen, die klug und mutig waren.

Was haben Ihre Lehrer/Professoren über Sie gesagt?

Mach was draus.

Wann und warum haben Sie sich für den Beruf entschieden, den Sie heute machen?

Als Schülerin. Ich bin zum Sender Freies Berlin gegangen und habe gefragt, ob ich Beiträge machen kann. Und ich durfte.

Wer waren Ihre wichtigsten Förderer?

Meine Eltern.

Auf wen hören Sie?

Meine Kinder, meine Freunde.

Was sind Eigenschaften, die Sie an Ihren Chefs bewundert haben?

Großzügigkeit, die Fähigkeit zuzuhören, Uneitelkeit.

Was sollte man als Chef auf keinen Fall tun?

Übergriffig werden und alles besser wissen.

Was sind die Prinzipien Ihres Führungsstils?

Alle mitnehmen.

Wie wichtig war/ist Ihnen Geld?

Spaß ist mir wichtiger.

Was erwarten Sie von Ihren Mitarbeitern?

Engagement, Gemeinschaftssinn.

Worauf achten Sie bei Bewerbungen?

Das Bauchgefühl muss stimmen und die Ausdrucksweise auch.

Duzen oder siezen Sie?

Duzen.

Was sind Ihre größten Stärken?

Zähigkeit.

Was sind Ihre größten Schwächen?

Harmoniesucht.

Welchen anderen Entscheider würden Sie gern näher kennenlernen?

Nur welche mit Humor.

Was würden Sie ihn fragen?

Wofür brennen Sie?

Was denken Sie über Betriebsräte?

Nur Gutes.

Wann haben Sie zuletzt einen Fehler gemacht?

Kleiner Fehler: vergangene Woche. Habe die Einladung einer Freundin nicht angenommen. Großer Fehler: vor ein paar Jahren. Bin mit meiner Mutter vor ihrem Tod nicht noch mal verreist.

Welche Entscheidung hat Ihnen auf Ihrem Karriereweg geholfen?

Mein Bauchgefühl.

Wie viele Stunden arbeiten Sie in der Woche?

Jetzt nur noch ehrenamtlich. Früher 60 Stunden.

Wie viele Stunden schlafen Sie (pro Nacht)?

Sechs bis sieben.

Wie gehen Sie mit Stress um?

Ich versuche, ihn möglichst schnell und gründlich abzuarbeiten.

Wie kommunizieren Sie?

Zutraulich.

Wie viel Zeit verbringen Sie an ihrem Schreibtisch?

Früher etwa sieben Stunden täglich. Saß ja meistens im Parkett.

Wenn Sie anderen Menschen nur einen Rat für ihren beruflichen Werdegang geben dürften, welcher wäre das?

Lerne so viel wie du kannst. Es hilft immer, wenn man etwas weiß und versteht.

Was unterscheidet den Menschen von der Kritikerin Armgard Seegers?

Nichts.

Und zum Schluss: Was wollten Sie immer schon mal sagen?

Nie aufgeben. Jeder Nachteil hat einen Vorteil.