Festival-Vorschau

Sommerliche Musiktage mit optimistischer Planung

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Soll auch bei den Sommerlichen Musiktagen in Hitzacker spielen: die Klarinettistin Nicola Jürgensen.

Soll auch bei den Sommerlichen Musiktagen in Hitzacker spielen: die Klarinettistin Nicola Jürgensen.

Foto: MAIKE HELBIG

In Hitzacker haben die Festivalmacher ein hochkarätiges Programm zusammengestellt

Hamburg.  Auf dem Boden der europäischen Musikgeschichte neue Wege gehen, ein kompromisslos anspruchsvolles Programm fahren und dabei niemanden zurücklassen: Dafür stehen die Sommerlichen Musiktage Hitzacker, die in diesem Jahr auf ihre 76. Ausgabe zusteuern. Vom 31. Juli bis zum 8. August stehen in dem wendländischen Städtchen die Zeichen auf „Schubert. Jetzt!“

Oliver Wille, Geiger und Festivalintendant, verfolgt das Heutige vehement. Allen Eingeladenen gab er die Frage mit: „Was ist dein ,jetzt‘?“ Herausgekommen sind aufregend persönliche Programme. So kreuzt das Trio Gaspard „and Friends“ Schuberts „Forellenquintett“ mit Werken von Elliott Carter, Wolfgang Rihm und Georg Friedrich Haas.

Das Line-up ist beeindruckend wie stets. Die Geiger Antje Weithaas und Christian Tetzlaff, der Cellist Maximilian Hornung, die Pianisten András Schiff und Lars Vogt, die Klarinettistin Nicola Jürgensen und viele andere gehören zur Crème der Kammermusikszene. Gastgeber Wille und sein Kuss Quartett eröffnen den Reigen mit einem „Staged Concert um Franz Schubert im Hier und Jetzt“, das Auryn Quartett spielt eins seiner letzten Konzerte. Aber auch Spitzennachwuchs wie der junge Hamburger Hornist Tillmann Höfs ist am Start. Und dass diesmal auch der Blockflötist Maurice Steeger dabei ist, zeigt einmal mehr, wie gern Wille über den Tellerrand des Repertoires schaut.

Die Outdoor-Aktivitäten vergangener Jahre hat man etwas zurückgefahren. Auf Niedersachsen ist nun mal kein Verlass, was das Wetter betrifft. Immerhin stellt Clemens von Reusner seine elek­troakustischen Installationen vor. Sogar gemeinsames Singen soll stattfinden.

Trotz Corona? Ja. Wenn es gut geht. Woran man in Hitzacker fest glaubt – auch der niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur Björn Thümler. Genaue Uhrzeiten, Anzahl der Konzerte, Anordnung der Sitzplätze, all das ist noch im Fluss. Deshalb gibt es noch keine Tickets im Einzelverkauf, die Veranstalter nehmen aber Wünsche entgegen. Über Streaming-Möglichkeiten – mit
Ticketverkauf – ist man im Gespräch.

„Zentrales Verkündungsorgan“ sei die Website, sagt Vereinsvorsitzende Christian Strehk, mit anderen Worten: Regelmäßiger Besuch derselben ist dringend empfohlen. Spontaneität und Flexibilität bleiben das Gebot des Jahres. Wir halten die Daumen.

Sommerliche Musiktage Hitzacker 31.7. bis 8.8. Infos auf www.musiktage-hitzacker.de

( vfz )