Corona-Krise

Finanzhilfe für Hamburger Privattheater jetzt auch vom Bund

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) verspricht Hilfe für Privattheater.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) verspricht Hilfe für Privattheater.

Foto: Wolfgang Kumm/dpa

Mit bis zu 30 Millionen Euro sollen mehr als 200 Privattheater gestärkt werden. Auch Spielstätten in Hamburg profitieren.

Hamburg. Die Hamburger Privattheater haben nach monatelanger Schließung inzwischen alle wieder mit dem Spielbetrieb begonnen – aber die Lage bleibt unter Corona-Bedingungen schwierig. Aus Berlin kommt nun Unterstützung, die die Hilfen der Hamburger Kulturbehörde, die sich schon früh auch an private Bühnen richtete, ergänzen soll: Mit bis zu 30 Millionen Euro will Kulturstaatsministerin Monika Grütters im Rahmen des Zukunftsprogramms „Neustart Kultur“ die bundesweit mehr als 200 Privattheater in Deutschland stärken.

„Das zusammen mit dem Deutschen Bühnenverein konzipierte Förderprogramm soll den Privattheatern im krisenbedingten Spielbetrieb helfen und stärkt so auch die private Kulturwirtschaft“, hieß es dazu in einer Mitteilung vom Mittwoch. „Wir wollen alles tun, damit die deutschen Privattheater diese schwierige Zeit überstehen“, so Monika Grütters. Gefördert werden sollen bis zu 80 Prozent der Ausgaben für das künstlerische Personal in der laufenden Spielzeit, der Zuschuss könne maximal 140.000 Euro betragen.

Bühnenvereinspräsident Ulrich Khuon (bis 2009 Intendant am Thalia Theater) betonte die Bedeutung der Maßnahme: „Seit Monaten bewegt sich die Privattheaterszene durch die Einnahmeausfälle am Rande des Überlebens. ,Neustart Kultur‘ kommt in hoher Not und ergänzt die Hilfe aus den Bundesländern.“