Film-Tipp

Neu im Kino: „Die Misswahl“ mit Keira Knightley

Keira Knightley im Februar in London.

Keira Knightley im Februar in London.

Foto: imago/i Images

Die Regisseurin Philippa Lowthorpe setzt in ihrem Film den Anfang der Frauenrechtsbewegung sehr gut in Szene.

Hamburg. Ausgerechnet in der Damentoilette treffen Jennifer (Gugu Mbatha-Raw) und Sally (Keira Knightley) aufeinander. Die eine ist eine der Finalistinnen im Wettbewerb um die Miss World und die andere eine Frauenrechtlerin. Es könnte jetzt zu einem sogenannten Zickenkrieg kommen, aber vielmehr merken beide, dass sie gegen das Gleiche streiten: das Pa­triarchat, das Privileg des alten weißen Mannes, auf Frauen herabzublicken.

Die Regisseurin Philippa Lowthorpe, die bisher durch ihre Mitarbeit bei der Netflix-Serie „The Crown“ auffiel, setzt mit „Die Misswahl“ den Anfang der Frauenrechtsbewegung sehr gut in Szene. Besonders der Aufstand der wütenden Frauen live im Fernsehen ist ein wuchtig-chaotischer Spaß mit Schauwert.

Pech nur, dass Hollywood auch heute nicht ohne Schönheiten funktioniert und es die Grundaussage des Films seltsam konterkariert, wenn auch die Aktivistinnen gecastete Augenweiden in Hippie-Kostümen sind.

„Die Misswahl“ 107 Minuten, o. A., läuft im Blankeneser, UCI Othmarschen