Schwimmende Bühne

Hamburgs Theaterschiff gastiert erstmals in St. Katharinen

Das Theaterschiff hat seine Heimat eigentlich am Nikolaifleet.

Das Theaterschiff hat seine Heimat eigentlich am Nikolaifleet.

Foto: Andreas Laible

Sanierung, Bauarbeiten, Corona: Theaterschiff ist in schwierigem Fahrwasser. Jetzt startet Reihe „Kabarett im Kirchenschiff“.

Hamburg.  Eine Sanierung für insgesamt 1,3 Millionen Euro (in der Behrens-Werft auf Finkenwerder), Bauarbeiten vor dem angestammten Nikolaifeet und gleich drei Ausweichspielstätten, dazu noch die Corona-Pandemie: Hamburgs Theaterschiff war in seinen 45 Jahren als Kulturbetrieb wohl noch nie in derart schwierigem Fahrwasser. Voraussichtlich erst 2021 wird der 1912 erbaute Kahn an seinen angestammten Liegeplatz Nähe Rödingsmarkt zurückkehren können.

Bevor „Das Schiff“ im Herbst seinen Spielbetrieb am Interims-Liegeplatz im Traditionsschiffhafen am Sandtor wieder aufnimmt, weiht der künstlerische Leiter Michael Frowin an diesem Donnerstag das dritte Ausweichquartier ein: Nach der Flussschifferkirche am Baumwall und Gastspielen im Imperial Theater kommt St. Katharinen hinzu. Frowin eröffnet in der Hauptkirche die vierteilige Reihe „Kabarett im Kirchenschiff“. Mit seinem Soloprogramm „Sowieso is immer was“ will der Satiriker und „Kanzlerchauffeur“ aktuell Themen der vergangenen Wochen aufarbeiten, etwa das Abenteuer Brotbacken oder den Urlaub in Deutschland.

Möglich gemacht hat diese Vorstellung sowie die weiteren „Hamburger werden – Jetzt erst recht“ (11.9.), „Wir sind uns (manchmal) einig“ (3.10.) und „Ich shoppe, also bin ich“ (13.10.) Frank Engelbrecht. Der Pastor hatte St. Katharinen bereits 2013 beim Deutschen Evangelischen Kirchentag in Hamburg als Kulturkirche für einen „Kabarett-Gipfel“ geöffnet.

Kabarett im Kirchenschiff: „Sowieso is immer was“ Do 27.8., 19.30, St. Katharinen (U Meßberg), Katharinenkirchhof 1, Spielplan und Karten ab 25,-: T. 69 65 05 60; weitere Infos unter www.theaterschiff.de