Hamburg. Jens Harzer und die Mitglieder vom Ensemble Resonanz eröffnen die Spielzeit am Thalia mit einer durchkomponierten „Hyperion“-Lesung.

So klassisch schön rezitiert, in dieser Zeit, in der man sich nicht erst für 36 Jahre in einen Tübinger Turm zurückziehen muss, um zu verzweifeln, wie dieser Autor es tat; so vorgetragen, so gehört, war eine große Portion Hölderlin am Abend die reine Seelenmassage. Erst recht nach monatelanger Stille auf den Bühnen. Der Saal dunkel. Die Thalia-Bühne leer und kahl und nach oben offen. Nichts konnte ablenken, aber es gab auch nichts Halt. Die Reihen mit rund 300 Menschen nur luftig gefüllt.