Corona

Wie die Stadt Hamburg Konzerte unter freiem Himmel fördert

Kultursenator Carsten Brosda (SPD) ist in engem­ Kontakt mit den Livemusikveranstaltern.

Kultursenator Carsten Brosda (SPD) ist in engem­ Kontakt mit den Livemusikveranstaltern.

Foto: dpa Picture-Alliance / Christian Charisius / picture alliance / Christian Cha

Die Kulturbehörde stellt den Livemusikveranstaltern weitere 1,5 Millionen Euro zur Verfügung – mit klaren Vorgaben.

Hamburg.  Die Kulturbehörde will den städtischen Konzertveranstaltern dabei helfen, in den kommenden Wochen verstärkt Freiluftkonzerte zu veranstalten.

Dafür sollen anderthalb Millionen Euro an Livemusikclubs fließen, wie die Behörde nun mitteilte. Es sieht also auch im Hinblick auf die bereits feststehenden Stadtpark-Konzerte und unlängst stattgefundene kleinere Livemusikabende so aus, als könne in der Popstadt Hamburg im Spätsommer doch noch etwas geboten werden.

Brosda lobt Musikveranstalter und Clubbetreiber

Gemeinsam mit der Musikszene hat die Kulturbehörde ein Förderprogramm zusammengestellt, in dem ab sofort finanzielle Unterstützung für Musikveranstaltungen bereitgestellt werden, die „durch bestehende Hamburger Livemusikclubs beziehungsweise durch Hamburger Livemusikveranstalter Corona-gerecht und outdoor durchgeführt werden“, wie es in der Mitteilung heißt.

In der kommt Carsten Brosda ausführlich zu Wort. Der Kultursenator, selbst leidenschaftlicher Popmusikhörer, hatte bereits im April von der Bedeutung der Livemusikszene gesprochen und ihr nach der pandemiebedingten Absage aller Veranstaltungen erstmals anderthalb Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Die Clubvertreter priesen damals schon das Engagement der Behörde, rechneten aber damit, bald erneut mit jener über finanzielle Rettungsmaßnahmen reden zu müssen.

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Senator Brosda ist es nun, der seinerseits die Musikveranstalter und Musikclubbetreiber lobt: „Sie bieten mit Kreativität und innovativen Ideen vermehrt außerhalb von geschlossenen Räumen Livemusik an und tragen damit das Musikleben Corona-gerecht nach draußen.“ Dabei wolle man sie unterstützen.

„Damit wird hoffentlich ein gutes Stück schmerzlich vermisster Kultur endlich wieder live erlebbar“, so Brosda. Terry Krug, Vorsitzende der Clubstiftung Hamburg, lässt sich wie folgt zitieren: „Wenn schon nicht in den Clubs, dann wenigstens an der frischen Luft Konzerte zu machen hilft, die Skyline der Clublandschaft Hamburgs in Bewegung zu halten.“ Es werde überdies deutlich, wie viele Jobs „an der Konzertkette“ hingen.

Livekonzerte im Schanzenpark und auf Steinwerder

Zuletzt hatten bereits auf dem Lattenplatz vor dem Knust, im Schrödingers im Schanzenpark oder im Cruise Inn in Steinwerder unter freiem Himmel Livekonzerte stattgefunden. Timotheus Wiesmann, Geschäftsführer Interessengemeinschaft Hamburger Musikwirtschaft e. V., verweist auf die Nutznießer der Förderung: „Es soll alle an der Durchführung von Konzerten beteiligten Akteure unterstützen, etwa Konzert- und Festivalveranstalter, Künstleragenturen, Spielorte, technische und kommunikative Dienstleister und Künstler.“

Auf Antrag können Veranstaltungen gefördert werden, die bis zum 31. Oktober in Hamburg draußen stattfinden. Die Förderhöhe kann bis zu 15.000 Euro pro Konzertveranstaltung betragen, die maximale Gesamtförderung ist auf 75.000 Euro pro Antragsteller begrenzt.

Die Antragsunterlagen sind abrufbar unter http://stiftung-private-musikbuehnen-hamburg.de oder können per E-Mail angefordert werden unter outdoor@clubstiftung.de.