Kultur in Hamburg

Lustspielhaus öffnet Mitte September wieder

Nils Loenicker und Jan Peter Petersen auf der Bühne (Archivbild).

Nils Loenicker und Jan Peter Petersen auf der Bühne (Archivbild).

Foto: Foto: Michael Rauhe

In der 27. Spielzeit des Lustspielhauses mit seinen regulär 350 Sitzplätzen ist jedoch coronabedingt einiges anders.

Hamburg. Monatelang hingen in den beiden Schaukästen neben Alma Hoppes Lustspielhaus statt großer Plakate nur zwei DIN-A4-Seiten. Auf denen schrieb Co-Intendant Jan-Peter Petersen von der Hoffnung, das über zwei Jahrzehnte unsubventionierte Kabarett-Theater in bester Eppendorfer Randlage erhalten zu können. Nun hängen dort wieder Plakate von Satirikern wie Jochen Malmsheimer oder Reiner Kröhnert mit konkreten Terminen wie 5. und 6. respektive 12. Oktober – bald geht der Betrieb wieder los.

„Wir sind froh, dass wir in Hamburg sind“, sagt Petersen, der das Lustspielhaus 1994 mit seinem Alma-Hoppe-Partner Nils Loenicker eröffnet hatte. Die finanzielle Unterstützung der Kulturbehörde sowie die „großzügige Solidarität“ vieler Partner und Zuschauer habe auch seinem Haus geholfen. „Wir hatten uns Sorgen gemacht, dass wir das Theater schließen müssen“, räumt Petersen ein.

Zwei Drittel der Plätze fallen weg

In der 27. Spielzeit des Lustspielhauses mit seinen regulär 350 Sitzplätzen ist jedoch coronabedingt einiges anders: Nicht nur die Eröffnungsgala Ende August entfällt, die Vorstellungen beginnen fortan montags bis sonnabends erst um 20.30 Uhr (sonntags 19.30 Uhr) und dauern ohne Pause nur 75 Minuten, Zusatzvorstellungen bei Bedarf um 18 Uhr.

Um den erforderlichen Mindestabstand von 1,50 Meter im Saal zu wahren, fallen zwei Drittel der Plätze weg. „Die Zuschauer sind jetzt jeden Abend ein erlesenes Publikum“, unkt Petersen. „Sie brauchen während der Vorstellung keine Maske, und auch die Künstler nehmen kein Blatt vor den Mund.“ Er selbst wird mit Kompagnon Loenicker am 15. September den Anfang machen: Nach genau einem halben Jahr Schließung meldet sich Alma Hoppe „macht-aktiv“ aus der satirischen Quarantäne zurück. Das neue Programm soll – mit Unterbrechungen für Gastspielkünstler – bis Ende Dezember auf dem Spielplan stehen.

Programm ab 15.9.: www.almahoppe.de