Wederentdeckt

Fast vergessene Klassiker: Die „Peanuts“

Die „Peanuts“ – für manchen sind sie Weltliteratur.

Die „Peanuts“ – für manchen sind sie Weltliteratur.

Foto: Carlsen / Charles M. Schulz

Keine Konzerte, kein Theater, die Kinos geschlossen: Zeit, die heimischen Buch-, Platten- und DVD-Regale zu durchstöbern.

Hamburg. Man weiß gar nicht, wo man anfangen soll. Bei Barack Obama, der zum 25. und abschließenden Band der Werkausgabe der „Peanuts“ (Carlsen Verlag, 35 Euro) das Vorwort schrieb und befand, sie seien eine „Art Nationalheiligtum“? Oder beim Literaturkritiker Denis Scheck, der sie mit in die 100 wichtigsten Werke der Weltliteratur aufnahm? Von 1947 bis 2000 zeichnete Charles M. Schulz die Comics mit Charlie Brown, Snoopy und all den anderen.

Er entwickelte dabei eine sichere Hand als Zeichner und blickte liebevoll und als Humanist auf die Welt. Es geht zwar „nur“ um den Mikrokosmos von Kindern, aber in dem spiegelt sich schon so viel Großes wider. Es geht darum, Schneeflocken mit der Zunge aufzufangen, und um einen ­Beagle, der einen Van Gogh in seiner Hundehütte hängen hat. Auf die Frage nach seiner Lieblingsfigur hat US-Regisseur Steve Martino („Die Peanuts – Der Film“) geantwortet: „Ich wäre gern wie Linus, denn er ist so ein guter Freund. Aber am Ende sind wir, fürchte ich, doch alle nur Charlie Browns.“ Außer denen von uns, versteht sich, die vielleicht eher Lucy sind.

( vob )