Hamburg

Offener Brief des Dachverbands freie darstellende Künste

Es bestehe die Gefahr, dass Künstlerinnen und Künstler dauerhaft in die Grundsicherung abrutschen können.

Hamburg.  „Nicht Arbeitslosigkeit subventionieren, sondern künstlerische Arbeit fördern“ ist ein offener Brief überschrieben, mit dem sich der Dachverband freie darstellende Künste Hamburg an Kultursenator Carsten Brosda sowie an die kulturpolitischen Sprecher von SPD, CDU, Grünen und Linken wendet. Zwar sei der Rettungsschirm für Soloselbstständige schnell aufgespannt worden, heißt es darin, allerdings sei dieser auf lediglich drei Monate angelegt gewesen. Doch was geschehe nun, da die Theater frühestens im Herbst wieder öffnen? Es bestehe die Gefahr, dass Künstlerinnen und Künstler dauerhaft in die Grundsicherung (Hartz IV) abrutschen und in saisonalen Hoch-Zeiten keine Rücklagen mehr bilden können.

Gefordert werde deshalb, dass ein „Unternehmer*innenlohn für Soloselbstständige“ in Höhe von 1180 Euro bei der Beantragung von Soforthilfe aus Bundesmitteln als Betriebskosten geltend gemacht werden kann. Zudem eine finanzielle Förderung der darstellenden Künstlerinnen und Künstler, die „angesichts der kommenden Auswirkungen der jetzigen Krise weiterhin die Ausübung ihres Berufs ermöglicht“, sowie eine Anpassung der Förderinstrumente, etwa „mehr und langfristigere Konzeptionsförderungen“.

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