Wiederentdeckt

Vergessene Klassiker: Robert De Niro in allen Facetten

Robert De Niro in Martin Scorseses „Taxi Driver“.

Robert De Niro in Martin Scorseses „Taxi Driver“.

Foto: picture alliance

Zeit, die Buch-, Platten- und DVD-Regale zu durchstöbern. Zwei Filme, die sich immer noch lohnen: „Taxi Driver“ und „Casino“.

Hamburg. Das Problem sind ein bisschen die Türgriffe. Wenn der Vietnamveteran Travis Bickle mit seinem Gefährt durch das verdorbene New York fährt, fasst er ständig diese Türgriffe an. „Wasch dir sofort die Hände“, möchte man ihm immer zurufen. Klarer Fall von coronöser Wahrnehmungsstörung.

Eine Wahrnehmungsstörung hat ja auch Bickle, der paranoid ist und den New Yorker Sündenpfuhl am liebsten mit dem Kärcher reinigen will. Vielleicht ist es der Sauberkeitsfimmel, der einen dieser Tage zu „Taxi Driver“ greifen lässt. Und nach jenem epochalen Werk dann zu allen anderen unverrückbaren Filmbrocken mit Robert De Niro, zu „Casino“, bei dem auch Scorsese Regie führte, zum „Paten“, zu „Mean Streets“ und zu „Wie ein wilder Stier“. De Niro bingen ist besser als der neue Netflix-Kram.