Kultur in Coronazeiten

Lichthof verlagert Programm-Labor ins Internet

Das Lichthof Theater.

Das Lichthof Theater.

Foto: Lichthof Hamburg

Immer mehr Bühnen suchen nach Perspektiven im Internet. Bahrenfelder Lichthof Theater startet Experimentalprogramm #lichthof_lab.

Hamburg.  Hat die Coronapandemie womöglich auch ihr Gutes, im Theater? Grundsätzlich: Nein. Lang geplante Premieren kommen nicht auf die Bühne, Einkünfte brechen weg, der Zuschauersaal bleibt leer, da ist nichts Gutes dran. Details der Krisenbewältigung allerdings haben ihren Reiz: Immer mehr Bühnen suchen nach Perspektiven im Internet, plötzlich wird experimentiert, werden innovative Formen ausprobiert.

Das Bahrenfelder Lichthof Theater hat sein Experimentalprogramm #lichthof_lab schon länger angedacht, die Krise ist Gelegenheit, aus einer Idee echte künstlerische Funken sprühen zu lassen.

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Weswegen das #lichthof_lab ab Freitag im Rahmen des (von der Pandemie überrollten) Festivals „Hauptsache frei“ an die Öffentlichkeit tritt: Die Choreografin Veronique Langlott und Lichthof-Leiter Matthias Schulze-Kraft diskutieren auf der (datenschutzrechtlich umstrittenen) Plattform Zoom über den Probenprozess zu Langlotts Stück „Will I Dream During The Process?“, das selbst digitale Strategien übernimmt.

Solche Diskussionen werden jetzt jeden Freitag ab 20.15 als „Friday Online Talk“ zu sehen sein. Außerdem arbeitet man an weiteren digitalen Formaten und zeigt auch Aufzeichnungen älterer Inszenierungen – was in Zeiten des begeisterten Experimentierens fast schon oldschool ist.

„Friday Online Talk“ 3.4., 19.30, www.lichthof-theater.de

( fks )