Moderne Kunst

Turner Prize 2019: Zwei Gewinner stellen in Hamburg aus

Von links: Tai Shani, Lawrence Abu Hamdan, Helen Cammock and Oscar Murillo bei der Verleihung des Turner Prize 2019 in Margate.

Von links: Tai Shani, Lawrence Abu Hamdan, Helen Cammock and Oscar Murillo bei der Verleihung des Turner Prize 2019 in Margate.

Foto: Stuart C. Wilson / Stuart Wilson/Getty Images for Turner Contemporary

Vier Künstler teilen sich die Auszeichnung, darunter Helen Cammock und Oscar Murillo. Wo Sie deren Werke sehen können.

Hamburg. Es ist ein Novum in der Vergabetradition des renommierten Turner Prize: Zum ersten Mal teilen sich vier der nominierten Künstler die wichtigste britische Auszeichnung für moderne Kunst. Helen Cammock, Tai Shani, Lawrence Abu Hamdan und Oscar Murillo hatten im Vorfeld verkündet, dass ihr jeweiliges Werk inkompatibel ist mit dem Wettbewerb-Format, dessen Tendenz es sei, zu spalten und zu individualisieren. Kurzum schlossen sie sich zu einem Kollektiv zusammen; die Jury honorierte diese Haltung. Am Dienstag wurde der mit umgerechnet knapp 47.000 Euro dotierte Preis im Küstenort Margate verliehen.

Zwei der Gewinner sind in Hamburg zu entdecken: Der britisch-kolumbianische Künstler Oscar Murillo, der für eine Installation lebensgroßer menschlicher Puppen ausgezeichnet wurde, stellt derzeit im Kunstverein Hamburg aus. „Horizontal Darkness in Search of Solidarity“ vereint mehrere seiner Werkserien, darunter auch einige der berühmten Puppen, und läuft noch bis zum 26. Januar 2020.

Helen Cammocks Film in der Hamburger Kunsthalle

Helen Cammock hatte ihren Film über die Rolle von Frauen zu Beginn des Nordirland-Konflikts eingereicht. Von Februar an wird die Britin in der Ausstellung „Trauern. Von Verlust und Veränderung“ in der Hamburger Kunsthalle vertreten sein. „Damit kann sich Hamburg, was die Präsenz zukunftsweisender, aber bislang noch wenig beachteter Künstlerinnen und Künstler anbelangt, sehen lassen“, sagte Brigitte Kölle, Leiterin der Sammlung Kunst der Gegenwart.