Fernsehen

Wie Til Schweiger auf Facebook über den "Tatort" lästert

Schauspieler Til Schweiger hält sich mit seiner Meinung nicht immer zurück. Auch den aktuellen "Tatort" kritisiert er.

Schauspieler Til Schweiger hält sich mit seiner Meinung nicht immer zurück. Auch den aktuellen "Tatort" kritisiert er.

Foto: Marcelo Hernandez

Den Schauspieler erinnert die aktuelle Sendung an einen Kinder-Klassiker. Seine Häme teilen Filmkenner jedoch nicht.

Hamburg. Zum aktuellen ARD-Sonntagskrimi hat es dieses Mal besonders viele, besonders böse, aber auch einige erhellende Kommentare im Netz gegeben. Der "Tatort" mit Ulrich Tukur brachte den wilden Westen nach Wiesbaden, und der „Angriff auf Wache 08“ spaltete die Zuschauer offenbar wie selten zuvor.

Wenig überraschend bekam ein Kritiker im Internet besonders viel Aufmerksamkeit: Til Schweiger, der selber häufiger im "Tatort" ermittelt, postete auf Facebook seine Enttäuschung über den Film: "Lieber Oliver, was hast du genommen, bevor du diese 'Kritik' geschrieben hast?! Ich werf mich weg! Jede Folge der Augsburger Puppenkiste war glaubwürdiger, besser gespielt und vor allem spannender!", schreibt der Hamburger Schauspieler.

Til Schweiger enttäuscht vom aktuellen "Tatort"

Schweiger geht mit seinem Beitrag den FAZ-Kritiker Oliver Jungen an, der den Film als furioses Genre-Remake lobt. Der Krimi verwebe Anspielungen auf bekannte Western wie „Rio Bravo“ (1959) mit Zitaten aus Zombie- und Vampirfilmen. Das Resumee des FAZ-Redakteurs: "Auf jeden Fall ist dieser Thriller in bester Tukur-„Tatort“-Tradition dicht, spannend und stilvoll erzählt. Von solch gewitzten Tauchgängen in die Filmgeschichte kann man gar nicht genug bekommen".

Der "Tatort" spaltet die Zuschauer

Der Film, der die Zuschauer am Sonntag mit Kannibalismus, Kugelhagel und Psychopathen unterhalten wollte, schaffte dies aber bei vielen "Normal-Nutzern" nicht. "Wenigstens hat dieser Tatort meinen Biorhythmus so runtergefahren, dass ich gleich ohne weitere Gedanken einschlafen kann", findet eine Userin im Netz. Dort merkt auch eine andere Nutzerin Kritisches an: "Der Tatort war ohne Frage spannend. Aber auch surreal und thematisch nicht immer klar für den Zuschauer. Für mich gab es persönlich viel zu viel Blutgemetzel und Gewalt", schreibt die Zuschauerin. "Ich fand diesen Tatort schrecklich und gleichzeitig langweilig", bemerkt eine enttäuschte Facebook-Nutzerin.

Aber es gab auch positive Stimmen im Netz: "Der Tatort mit Ulrich Tukur spricht immer eine ganz eigene Fanbase an. Zum Glück. Es war richtig gut. Und nicht unrealistischer als Helene Fischer im Tatort", findet ein Anhänger der Folge. Und ein anderer Nutzer schreibt mit Blick auf Schweiger als Tatort-Kommissar: "Ich fand ihn sehr unterhaltsam, wenn teilweise auch unglaubwürdig. Und wer im Glashaus sitzt, sollte eh nicht mit Steinen schmeißen!"

Die Kommissare im "Tatort"