Laeiszhalle

Götz Alsmann entführt sein Publikum ins ferne Rom

Götz Alsmann entführte das Publikum in der fast ausverkauften Laeiszhalle gedanklich nach Rom (Archivbild).

Götz Alsmann entführte das Publikum in der fast ausverkauften Laeiszhalle gedanklich nach Rom (Archivbild).

Foto: dpa

Der Sänger widmet sich in seinem neuen Album italienischen Schlagern. Neue Arrangements bekannter Lieder kommen gut an.

Hamburg. Konzerte mit der Band von Götz Alsmann sind immer Reisen – in die Vergangenheit und an besondere Orte. „... Rom“ heißt seine aktuelle CD und an diesen Sehnsuchtsort entführt er das Publikum in der fast ausverkauften Laeiszhalle. Der Sänger und Pianist mit der hochstehenden Haartolle hat sich dem Canzone gewidmet, so heißen die Schlager und Chansons in Italien.

Nummern wie „Volare“ und „Marina“ kennt jeder hierzulande, denn es sind Evergreens geworden. Aber Alsmann und seine vier Bandkollegen sind tief in das Liedgut des Apennin eingestiegen und haben Perlen von Sängern wie Renato Carosone, Marino Marini und Domenico Modugno zu Tage gefördert und neu arrangiert. In ihrer Heimat sind sie Stars, hierzulande kennt kaum jemand ihre Namen.

Ausführliche Moderation mit viel Witz

Aufgenommen hat Alsmann das Canzone-Album in den Forum Music Village Studios von Ennio Morricone in Rom. Bei seine ausführlichen Moderationen, die das Publikum genauso liebt wie die Songs und die unverzichtbarer Teil der Show sind, macht er ein Morricone-Thema aus einem Italo-Western zum Running Gag.

Wahnsinnig schnell, mit sich fast überschlagender Stimme erzählt er von einem römischen Restaurantbesitzer, dem die Frauen zu Füßen liegen, von dem Kult um das San-Remo-Festivals und andere Döntjes, in denen er die Italien-Klischees bestätigt. Alsmanns Witz speist sich aus der Übertreibung, nicht jede Anekdote wird sich so zugetragen haben, aber es geht um Amusement und nicht um akribische Landeskunde.

Der nächste Konzert-Termin in Hamburg steht

Das Gefühl des Canzone trifft der Musiker aus Münster jedoch genau. Für die italienischen Originale hat er neue Arrangements geschrieben, die exakt diese Leichtigkeit transportieren, die Songs wie „Quando Quando Quando“, ,„Azzurro“ und „Che Bambola“ so populär gemacht haben. Alsmann und seine Band machen an diesem Abend auch deutlich, wie eng Jazz und Schlager im Canzone beieinander liegen. Das Publikum liebt den Entertainer und feiert ihn. Viele seiner Hamburger Fans werden sich schon auf den 19. November 2019 freuen. Dann gastiert Alsmann mit diesem Programm wieder in der Laeiszhalle.