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Kultur-Tipp

Die Story hinter Hitchcocks Filmen

Foto: Unsplash | Joshua Hanks

Alfred Hitchcocks Filme haben schon immer ihre Zuschauer in ihren Bann gezogen und längst Kultstatus erreicht. Was viele nicht wissen: die Werke des Filmemachers basieren auf literarischen Vorlagen. Der Schauspieler Jens Wawrczeck bringt diese Erzählungen auf die Bühne. Die nächste Vorstellung der Reihe „Hitch und Ich“ ist am 23. Dezember in den Hamburger Kammerspielen – „Die Vögel“.

Jens Wawrczeck ist u.a. als Teil des Kult-Trios „Die drei ???“ berühmt geworden und ermittelt in den bekannten Hörspielen als Peter Shaw. Der in Hamburg, New York und Wien ausgebildete Schauspieler hat ein besonderes Faible für Alfred Hitchcocks Filme und die Erzählungen dahinter. Diese präsentiert er auf mitreißende Art, musikalisch begleitet, auf der Bühne der Hamburger Kammerspiele.

„Die Vögel“ ist sicher einer der berühmtesten Filme von Alfred Hitchcock. Die Vorlage aus dem Jahr 1952 stammt von der britischen Schriftstellerin Daphne du Maurier. Hitchcock verfilmte mit „Rebecca“ und „Gasthaus Jamaika“ noch zwei weitere Werke von du Maurier.

Die Kurzgeschichte „Die Vögel“ spielt - anders als der Film - in Großbritannien, kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Landwirt und Kriegsinvalide Nat Hocken bewirtschaftet zusammen mit seiner Familie eine Farm in Cornwall. Nach einem Wetterumschwung kurz vor Wintereinbruch stellt Nat plötzlich fest, dass sich die Vögel in und um Cornwall merkwürdig und aggressiv verhalten. Seine Farmerkollegen werden Opfer der Vogelattacken. Es entwickelt sich ein packender Kampf ums Überleben, den Hocken mit dem Absichern seines Hauses gewinnen will.


Daphne du Maurier spielt eindrucksvoll mit den historischen Ereignissen der damaligen Zeit und lässt bewusst viel Raum für Interpretationen. So steht „Die Vögel“ auch im Kontext des beginnenden Kalten Krieges. Es ist die Rede vom „kalten Ostwind“ und von durch Russen vergifteten Vögeln. „Du Maurier hat ein eindrucksvolles Werk geschaffen, dass die Leser am Überlebenskampf Hockens und seiner Familie teilhaben lässt“, findet Jens Wawrczeck: „Die Verfilmung von Hitchcock ist ein Kultklassiker des Horrorgenres und hat zurecht Generationen von Zuschauern in seinen Bann gezogen.“


Am 23. Dezember um 18 Uhr erweckt Jens Wawrczeck diese Geschichte auf der Bühne der Hamburger Kammerspiele zum Leben. Musikalisch begleitet wird er von Jan Peter Pflug am Theremin. Abgerundet wird der Abend durch eine Gesangsperformance von Jens Wawrczeck, der nach jeder Lesung seiner „Hitch und ich“-Reihe einen Song aus einem Hitchcock-Film zum Besten gibt.


Die Veranstaltung ist dabei nicht nur ein Muss für Hitchcock-Fans und Literatur-Freaks, sondern auch für alle Freunde der guten Unterhaltung. Dass hinter der Kurzgeschichte hinter dem Film so viel mehr steckt, bringt Jens Wawrczeck eindrucksvoll zum Vorschein.

Nähere Informationen und Ticket gibt es unter: hamburger-kammerspiele.de/programm/hitch-und-ich