Kultur

Geld für nichts

Von Mark Knopfler, dem britischen Gitarrenhelden, wird derzeit berichtet, er wisse wohl, dass ein amerikanisches Unternehmen derzeit wohlhabenden Geldgebern ermögliche, in den Back­katalog seiner Band Dire Straits und ­deren Tantiemen zu investieren, die ­immer dann anfallen, wenn ein Dire-Straits-Song gehört oder gekauft wird.

Knopfler („Walk Of Life“), der dank ein paar Akkorden und Melodien früh ausgesorgt hatte, dürfte sein berühmtester Song „Money For Nothing“, der vom recht simplen Gelderwerb der Popmusiker handelt, jedoch ein weiteres Mal ein sardonisches Lächeln ins Gesicht zaubern: Er muss sowieso, Investorenpläne hin oder her, nie mehr neue Lieder schreiben, weil die alten noch so genug Geld abwerfen.

Geld, das übrigens unbedingt in ­Luxuskarossen, Yachten und Villen ­gesteckt werden sollte. Und wenn nicht, nehmen wir auch gerne den Unterhaltungskünstler, dem es nur um Unterhaltung und Kunst geht und sonst um gar nichts, dem der Reichtum in dem ­Moment in seinen Händen zerrinnt, in dem er sich anhäuft.

Musiker, die sich mit Aktienkursen und Investitionen auskennen, sind das Unglamouröseste, das es gibt. Der perfekte Popsong dagegen darf allen Glamour für sich beanspruchen. Erst recht, wenn er „Money For Nothing“ heißt.