Kultur

Ein brüllend komisches Buch

Von meiner Reise nach Kapstadt Anfang dieses Jahres bin ich nicht nur mit dem Musikvideo zu meiner ersten Single „Million Miles“ zurückgekommen, sondern auch mit wahnsinnig vielen Eindrücken aus einer Welt, in der die Unterdrückung von Schwarz durch Weiß rund 25 Jahre nach dem Ende der Apartheid leider immer noch den Alltag dominiert. Genau deshalb hat mich wohl auch Trevor Noahs Buch „Farbenblind“, die autobiografische Geschichte einer südafrikanischen Kindheit zur Zeit des Apartheid-Regimes, in den darauffolgenden Wochen vom Schlafen abgehalten.

Geboren als Sohn einer Xhosa und eines Schweizers, zu einer Zeit, da „gemischtrassige“ Beziehungen per Gesetz in Südafrika noch verboten waren, erzählt Trevor mit unglaublich viel Humor von seiner Kindheit als „Junge, den es nicht geben durfte“ (weshalb ich auch den Original-Titel „Born a Crime“ viel passender finde). Mehrmals musste ich beim Lesen laut lachen (und das passiert mir sonst wirklich selten), wenn anhand der wie Perlen an einer Kette aufgereihten Anekdoten die komplette Absurdität des Apartheid-Regimes und des Rassismus im Allgemeinen entlarvt wird.

Eine unglaublich inspirierende, zum Brüllen komische und gleichzeitig ergreifende Lektüre, aus der ich viel für mich selbst mitgenommen habe.