Hamburg

LaLeLu, Elvis Presley und die Ballermann-Oper

Hamburg. Er ist ein Stimmwunder. Tobias Hanf hat sie alle drauf: Peter Maffay und Jogi Löw, Edmund Stoiber und Angela Merkel, Jürgen Trittin und Gerhard Schröder. Seine Talkshow zum Thema „Das dritte Geschlecht“ ist der Höhepunkt der aktuellen Show von ­LaLeLu. Hanf, Stimmlage Bass, imitiert Politiker, Showstars und Bundestrainer mit Akkuratesse, die Texte sind an ­Absurdität kaum zu übertreffen, das Publikum in Alma Hoppes Lustspielhaus lacht sich schlapp. Das A-cappella-Quartett ist nach einigen Vorpremieren in der Provinz in seine Heimatstadt zurückgekehrt, um die eigentliche Premiere des neuen Programms „Die Schönen und das Biest“ in Hamburg zu feiern. Im Publikum sitzen viele Fans der Truppe, schon nach der Eröffnungsnummer, einer Funk-Hommage an die Hansestadt, ist die Stimmung im Saal bombig.

Auch wenn einige der Gags vorhersehbar und eine Reihe der Nummern ­wenig subtil sind, die Zuschauer haben Spaß an dieser Musik-Comedy. Singen können die vier Entertainer. Neben Hanf sind das die Baritone Jan Melzer und Frank Valet und die deutsch-finnische Mezzosopranistin Sanna Nyman. Bei einem Potpourri durch die Pop-Geschichte der Liebeslieder zeigen die vier kuriose Choreografien und hangeln sich mit Tempo von einem Hit zum nächsten. Zuvor tauchten bereits andere „Gäste“ in der Show auf: Jan Mälzer alias ­Elvis Presley nimmt mit „Love Me Tinder“ Datingportale auf die Schippe, ­Tobias Hanf preist als Bestatter seinen „Sarg-to-go“ an und eine witzige Max-Raabe-Parodie ist Teil des Programms. Auch die Elbphilharmonie findet sich wieder. LaLeLu siedeln dort eine „Ballermann-Oper“ des Mallorca-Entertainers Mickie Krause an. „Das ist Kultur!“ wird das zotige Stück mit dem Titel „Der Bierkönig“ angekündigt. Klingt wie eine Drohung.

Weitere Vorstellungen: 14. bis 16.9. und
10. bis 14.10., Alma Hoppes Lustspielhaus (U Hudtwalckerstr.), Ludolfstr. 53, Karten ab 21,-