Hamburg

Animationen für die Elbphilharmonie

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Nina Ebner

Studenten aus Hamburg und Singapur haben digitale Installationen erstellt

Hamburg.  Die sogenannte Mediawall am Haupteingang der Elbphilharmonie misst 18 mal fünf Meter und verfügt über fast 860.000 LED-Lichter. Sie ist die „Spielwiese“ von Kurator Thorsten Bauer, der die Wand ständig mit originellen Inhalten versorgt. Jetzt hat er ein neues Projekt ins Leben gerufen, das studentische Newcomer aus der ­Medienkunst-Sparte mit ins Boot holt. Es handelt sich um eine Kooperation zwischen der Hamburger University of Applied Sciences Europe – Art & Design und der Nanyang Technological University School of Art in Singapur, die das Ziel verfolgt, für die digitalen Abspielflächen in den Städten neue Video­animationen zu kreieren. Medienkunst soll auf diese Weise in stark frequentierte öffentliche Orte integriert werden.

„Man muss Inhalte erstellen, die sich mit dem Stadtraum verstehen und nicht gegen den Stadtraum arbeiten“, sagt Bauer und meint: es muss thematisch passen. „Mediengestaltung für den öffentlichen Raum ist eine ganz neue Disziplin, die in Städten immer mehr Anwendung findet, weil es immer mehr digitale Flächen gibt“, fügt er hinzu.

Bei der Mediawall an der Elbphilharmonie ging es um das Thema Musik – allerdings ohne einen einzigen Ton zu verwenden. „Da die Installationen ohne Klang funktionieren, sollten die Studenten versuchen, auf abstrakte, künstlerische Art das Thema Musik visuell zu ­reflektieren und zu bearbeiten“, erklärt Thorsten Bauer. Die von den Studenten gewählten Zugänge waren dabei sehr unterschiedlich „Uns ging es darum, eine Verbindung aus der Materialität des ­Gebäudes und dem Klang von ­Musik zu vermitteln“, erklärt etwa Philipp Quast die Herangehensweise seiner Projektgruppe. Eine andere Gruppe machte sich daran, die rhythmische ­Reaktion von Körperzellen auf Musik zu zeigen.

Vier Monate hat die studentische Arbeit insgesamt in Anspruch genommen, jetzt gab es die Resultate einmal für die Kreativen selbst und für geladene Medienvertreter zu sehen: sich verändernde geometrische Formen, fließende Bewegungen, mechanische Elemente, glitzernde Figuren und Schattenspiele – da wird viel fürs Auge geboten. Ab Ende November werden die Ergebnisse an der Mediawall der Elbphilharmonie dann auch für Passanten und Besucher des Konzerthauses zu ­sehen sein.