Ausstellung

Skulpturen von Lois Anvidalfarei in der Barlach Halle K

Hamburg.  Die zwölf Bronzefiguren haben eine Wucht. Nicht nur, weil sie ­jeweils fast einen Zentner wiegen. Die überstreckten und gekrümmten Körper sind raumgreifend, wirken mal vertraut und mal verstörend. So zum Beispiel „Der gefallene Engel“, ein Mann, der in einem Metallgerüst steckt und die Besucher der Barlach Halle K empfängt. Dorthin luden Elvie Barlach und Christian Zott zur Vernissage der Ausstellung „Dieser Körper, der nicht aufhört“ von Lois Anvidalfarei.

Der Bildhauer, Jahrgang 1962, der nach dem Studium in Wien auf seinen Hof in Südtirol zurückkehrte, arbeitet am liebsten im Freien und mit den ­immer gleichen Modellen. Es sind Freunde und Mitglieder seiner Familie. Während sie posieren, formt er ihre Körper daneben mit Gips nach, 17-prozentig vergrößert und gestützt durch Gerüste. Anschließend lässt er diese Figuren in Bronze gießen. Die Berührung der ­Modelle sei das Allerwichtigste, so Anvidalfarei, denn „man sieht nur mit den Händen gut“. Ergänzt werden die Skulpturen durch Zeichnungen des Künstlers.

Die Form und Sprache des menschlichen Körpers in seiner ständigen Veränderung und seinem Zusammenspiel mit der Natur ist das, was ihn seit über 30 Jahren antreibt. Dass er nun in der Barlach Halle K gezeigt wird, ist für den Verehrer von Ernst Barlach eine besondere Würdigung.

„Dieser Körper, der nicht aufhört“, bis 7.7.
in der Barlach Halle K, Klosterwall 13,
www.barlach-halle-k.de, Di–So 12–18 Uhr