Hamburg

Alsterradio ist jetzt Rock Antenne

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Tino Lange

Hamburg bekommt einen Sender für härtere Musik. Programmfenster 917xfm bleibt

Hamburg. Radio Hamburg, NDR 2, NDR 90,3 und dann der Rest: Seit Jahren ist die Hamburger UKW-Radiolandschaft fest aufgeteilt mit – für die Hörer – wenigen auffälligen Veränderungen. An diesem Montag wird es von 5 Uhr an allerdings etwas lauter, denn aus Alsterradio wird Rock Antenne Hamburg. Neben einer neuen Morningshow, „Die Frühschicht mit Schmidt & Schmidts Katze“ (Alex Schmidt und Lilly Roberts) bestimmt eine Klangrichtung das Senderkonzept, die so prominent noch nicht in der Stadt zu hören war: Rock, Classic Rock, Alternative, Hardrock und Metal.

„Es gibt viel neue Musik und junge Bands, Themenschwerpunkte, Rock-Historie, Spezialsendungen am Abend, Neueinsteiger und vieles mehr“, sagt Guy Fränkel, Geschäftsführer und Programmdirektor von Rock Antenne, der nationalen Senderkette von Antenne Bayern und der NWZ-Gruppe Oldenburg. Seit dem Sendestart im Jahr 1995 hat sich Rock Antenne in Süddeutschland digital und in regionalen UKW-Netzen erfolgreich etabliert, nun soll als Mitgesellschafter auch der lukrative Hamburger Markt erobert werden.

„In Hamburg hören zwar nur 66 Prozent der Bevölkerung regelmäßig Radio, die Werbeeinnahmen pro Hörer sind hier aber am höchsten“, sagt Christopher Franzen, Geschäftsführer von Rock Antenne Hamburg. Hatte Alsterradio im Schnitt zwischen fünf Prozent und acht Prozent Marktanteil, sieht Franzen auch hier noch Potenzial: „Wir wissen, dass bis zu 15 Prozent der Hamburger gern Rock hören“, und Fränkel ergänzt: „Hamburg ist die Konzert-Me­tropole Deutschlands, die Stadt rockt, und das wird sich unmittelbar auf das Programm von Rock Antenne Hamburg auswirken.“

Seit 1991 waren auf 106,8 MHz erst Schlager, dann Oldies und seit 2002 Rock-Pop zu hören. Nun reicht das Spektrum von AC/DC bis Led Zeppelin, von Rise Against bis Nickelback, von Metallica bis Nirvana. Erhalten bleibt das Programmfenster 917xfm auf der Cityfrequenz 91,7 MHz: „Ich weiß, dass diese Frage sehr viele Hamburger bewegt“, sagt Franzen, „917xfm bleibt 917xfm.“