Kultur

Schreiben kann so einfach sein

Mir fällt nichts ein.

Mir fällt echt gar nichts ein.

Ist schon wieder Montag?

Kann denn kein anderer?

Kein anderer kann.

Den ersten guten Satz mach ich
später. Erst mal Kaffee holen.

Was ist eigentlich im Internet l0s?

Strecke machen, ganz einfach.

„Wenn ich weiß, was ich nicht schreiben will oder nicht mehr beschreiben muss und was bereits beschrieben wurde, kann ich ja schon mal eine Menge aussortieren. Und dann das erste Bier öffnen“, schrieb der Kollege Tex Rubinowitz gerade in einer heldenhaft verquasten „Standard“-Kolumne über Schreibblockaden und wie man die durch pene­trantes Wasauchimmerschreiben in Grund und Boden niederschreibt, das es nur so seine Art hat.

Guter Mann, der hat’s jetzt hinter sich. Schreiben ist wie Joggen, nur mit mehr Buchstaben. Einfach machen, gleich nach dem Aufstehen los, bis es läuft, und die Krämpfe ­ignorieren. Das Helden-Frühstück will verdient werden.

„Oft ist das Denken schwer, indes /

das Schreiben geht auch ohne es.“

Wilhelm Busch. Schon tot, aber
auch ein richtig Guter.

Eine Zeile noch.

Geschafft.