Berlin

Neuer Preis für das Hamburger Filmfest

650 Gäste beim traditionellen Brunch der Filmförderung auf der Berlinale

Berlin. Der Gastredner verteilte verbale Blumen. „Hamburg ist eine globale Medienstadt“, lobte Stan McCoy, von der Motion Picture Association of America. Der Vizepräsident des mächtigen Verbandes der großen US-Filmproduktionsgesellschaften hatte sich über den Medienstandort informiert und zollte den deutschen Kollegen beim traditionellen Berlinale Filmbrunch der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein am Sonntag Anerkennung. Rund 650 Gäste, darunter Fatih Akin, Marie Bäumer, Bjarne Mädel, Pheline Roggan, Lars Becker, Lars Jessen, Peter Heinrich Brix und Özgür Yildirim, sorgten für drangvolle Enge in der Hamburger Landesvertretung an der Spree.

Mit 18 Filmen ist die Filmförderung in diesem Jahr in Berlin vertreten. Zum Beispiel mit dem Film „3 Tage in Quiberon“ über ein berühmtes spätes Interview, das Romy Schneider dem damaligen „Stern“-Reporter Michael Jürgs gab. In der Hauptrolle: Marie Bäumer, früher oft mit Romy Schneider verglichen. Auch in Berlin zu sehen ist der Kinderfilm „Mein Freund, die Giraffe“, eine deutsch-niederländische Koproduktion. Es geht um einen Jungen, der sich mit dem langhalsigen Tier anfreundet. Der im Animatronic-Verfahren hergestellte Film hat eine sprechende Giraffe als Hauptdarstellerin, deren Mimik von zahlreichen Motoren bewegt wird, erzählte die Hamburger Produzentin Eva Eisenloeffel.

Filmförderungs-Chefin Maria Köpf war „stolz wie Bolle“ über die aktuell sehr erfolgreichen Filme aus dem Norden. Besonders freute sie sich aber über ein Gastgeschenk, das der Hamburger Kultursenator Carsten Brosda mitgebracht hatte. Schon im Herbst soll im Rahmen des Filmfests Hamburg eine neue Auszeichnung vergeben werden, der mit 25.000 Euro dotierte Preis für eine herausragende deutsche Kinoproduktion. Das Filmfest Hamburg wird dazu eigens eine neue Reihe einrichten. Filmfest-Chef Albert Wiederspiel sagte: „Diese Initiative der Stadt ist super. Man braucht Preise nicht nur, weil es schön ist, Geld zu verteilen. Wir sind in Konkurrenz mit vielen anderen Festivals und da wirken sie wie eine goldene Möhre, mit der man locken kann.“