Mainz

ZDF Info will die „Wahrheit über Franco“ erzählen

In einer vierteiligen Dokureihe schaut der Sender auf die spanische Dikatur

Mainz. Fast vier Jahrzehnte herrschte Diktator Francisco Franco über Spanien. Und mehr als 40 Jahre nach Ende des Regimes gibt es noch viele Geheimnisse um den Generalissimo. Entsprechend war auch in der jüngsten Berichterstattung über die aktuelle Katalonien-Krise immer wieder der Verweis auf die nicht aufgearbeitete Franco-Ära zu vernehmen. Die vierteilige Doku-Reihe „Die Wahrheit über Franco – Spaniens vergessene Diktatur“ begibt sich auf Spurensuche – erstmals zu sehen am Dienstag, 14. November, von 20.15 bis 23.15 Uhr bei ZDF Info.

In der ersten Folge „Der Aufstieg zur Macht“ schildern die Autoren Isabel Andres Porti und Klaus Kastenholz, wie sich Franco in einem blutigen Bürgerkrieg 1936 an die Macht putschte.

Ab 21 Uhr blickt die zweite Folge „Das neue Regime“ darauf, wie Franco mit das dunkelste Kapitel der jüngeren spanischen Geschichte einleitete. Franco gab sich den Titel „Caudillo de España“ – Oberhaupt Spaniens. Franco zog mit seiner Familie feierlich in den El-Pardo-Palast von Madrid, die einstige Sommerresidenz des Königs. War das noch das Verhalten eines Staatschefs oder bereits Größenwahn?

In der dritten Folge „Die Stunde Null“ um 21.45 Uhr beleuchtet Autorin Ina Kessebohm, wie zum Ende des Zweiten Weltkriegs die Karten der Weltpolitik neu gemischt wurden: Die Alliierten unterschieden zwischen Freunden und Feinden der Demokratie, und für Franco wurde die Lage kritisch. Die vierte Folge „Die bleierne Zeit“ zeigt um 22.30 Uhr, wie Francos außenpolitische Erfolge Mitte der 50er-Jahre neue Perspektiven für Spanien eröffneten und der Diktator seine Macht stabilisierte. Doch mit den neuen Freunden kamen auch neue Einflüsse ins Land – Spanien wandelte sich. Damit stand das Regime vor neuen Herausforderungen.