Frankfurt

Suhrkamp dreimal im Finale des Buchpreises

Frankfurt. Mit Marion Poschmann („Die Kieferninsel“) und der ­Debütantin Sasha Marianna Salzmann („Außer sich“) stehen in diesem Jahr zwei Suhrkamp-Autorinnen auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises. Als dritter Titel aus dem Herbstprogramm des traditionsreichen Berliner Verlags ist der Wiener Robert Menasse mit seinem EU-Roman „Die Hauptstadt“ ­nominiert.

Außerdem stehen der schon zum dritten Mal in der Endrunde des Buchpreises platzierte Schriftsteller Thomas Lehr („Schlafende Sonne“), der Österreicher Franzobel („Das Floß der Medusa“) und Gerhard Falkner („Romeo oder Julia“) auf der Liste. Die ist alles in allem ziemlich interessant und deckt die ­Bereiche für unterschiedliche Lesetemperamente ab. Wo Lehr das literarische Feld stilistisch hochtourig vermisst und dabei Handlung eher sekundär ist, ist der wie Lehr als Buchpreis-Favorit gehandelte Robert Menasse in seinem ­Literaturentwurf griffiger: Sein Polit-
Roman „Die Hauptstadt“ ist handlungs­getrieben, geistreich und schnell.

Der Deutsche Buchpreis ist eine der wichtigsten deutschsprachigen Literaturauszeichnungen. Der Sieger erhält 25.000 Euro – und dank der großen Aufmerksamkeit einen Platz auf der Bestsellerliste. Die Preisverleihung findet ­unmittelbar vor der Buchmesse am 9. Oktober im Frankfurter Römer statt. Im vergangenen Jahr wurde Bodo Kirchhoff für sein Werk „Widerfahrnis“ mit dem Buchpreis ausgezeichnet.