Hamburg

Vom Mut der Menschen in Bitterfeld

RTL II zeigt in Langzeitdoku „Hartz und herzlich“ erneut Alltag in sozialem Brennpunkt

Hamburg. Schäbige Häuser, ärmliche Wohnungen und unbezahlte Stromrechnungen: Mit zwei mehrteiligen Dokumentationen über soziale Brennpunkte in Duisburg und Mannheim hat aus-gerechnet RTL II in jüngerer Vergangen-heit für Aufsehen gesorgt. Dabei hat es der oft als Schmuddelsender geschmähte RTL-Ableger nach Ansicht von Kritikern überraschend gut verstanden, sich dem Thema Armut einigermaßen unvoreingenommen und nicht zu reißerisch anzunähern. In den beiden Langzeitdokumentationen wurden bitterarme Menschen gezeigt, aber nicht vorgeführt.

Jetzt beleuchtet RTL II einen weiteren sozialen Brennpunkt: In den neuen drei Folgen von „Hartz und herzlich“ dreht sich ab heute immer dienstags alles um die von zigtausend Menschen bewohnten Plattenbauten von Bitterfeld-Wolfen in Sachsen-Anhalt. Mehrere Kamerateams haben sich vier Monate lang im früheren Chemiezentrum der DDR umgesehen und einige Bewohner begleitet. Es geht um die alleinerziehende Nadine, die nicht weiß, wie sie die Stromkostennachzahlung über 1000 Euro aufbringen soll und deren Konto gepfändet wurde, oder um die Hartz-4-Empfänger Rainer und Gerhard, von denen jeder auf seine Weise mit der misslichen Lage umgeht: Während Gerhard versucht, sein Leben abwechslungsreich zu gestalten, sucht Rainer Trost im Alkohol.

Es geht aber auch darum, wie gerade der soziale Notstand der Bewohner dazu führt, dass viele von ihnen Nachbarschaftshilfe leisten, wo es nötig ist. „Der Zusammenhalt in Bitterfeld-Wolfen ist groß und macht das Leben der Anwohner aus“, betont RTL II.

„Hartz und herzlich“, Di., 20.15 Uhr, RTL II