Hamburg

ProQuote fordert 50 Prozent Frauen in Führungspositionen

Hamburg. Der Verein ProQuote Medien erhöht seine zentrale Forderung: 50 Prozent der Führungspositionen in deutschen Redaktionen sollen mit Frauen besetzt werden. Der bisher geforderte Frauenanteil von 30 Prozent wurde nach der neuesten Zählung nicht erreicht, sagte die ProQuote-Vorsitzende Maren Weber am Dienstag.

Vor fünf Jahren war der Verein mit der Forderung angetreten, bis 2017 mindestens 30 Prozent der Führungspositionen in deutschen Medien mit Frauen zu besetzen. Einige Medien haben das geschafft, wie die Juni-Zahlen zeigen: Die „Zeit“ hat einen Frauenanteil von 36,4 Prozent, der „Spiegel“ erreicht 34,7 Prozent, die „Bild“ 32,2 Prozent. Die Mehrheit der Printmedien liegt aber weit un-ter der Minimalforderung – wie „Frankfurter Allgemeine“ (13,9 Prozent) und „Süddeutsche Zeitung“ (19,6 Prozent). Bei den Regionalzeitungen verharrt die Frauenquote bei fünf Prozent.

( HA )