Bochum

Neues Konzerthaus für die Bochumer Symphoniker

Bochum.  Fast 100 Jahre nach ihrer Gründung bekommen die Bochumer Symphoniker mit dem Anneliese-Brost-Musikforum erstmals eine eigene Spielstätte in ihrer Stadt. Für ihre Auftritte mussten sich die Musiker zuvor mit dem Schauspielhaus oder dem Audimax der Ruhr-Uni begnügen. Mit drei Konzerten weiht das Orchester das Musikforum an diesem Wochenende ein.

Der Große Saal hat 960 Plätze, Wandverkleidungen aus Kirschholz und eine mitschwingende Decke, die dem Raum trotz kleiner Grundfläche die ­nötigen 14.000 Kubikmeter Resonanzraum gibt. Das Haus mit zwei Sälen und bespielbarem Foyer soll auch als Probe- und Aufführungsort für Musikschüler dienen. Mit rund 37 Millionen Euro hat das Musikforum etwas mehr gekostet als die zum Spatenstich 2013 vorgesehenen 34 Millionen. Das sei weniger als ein Zwanzigstel dessen, was die Hamburger Elbphilharmonie bis dato koste, betonte Generalmusikdirektor Steven Sloane. „Durch den geringen Etat waren wir immer wieder gezwungen, übers Wesentliche nachzudenken. Das haben wir geschafft. Alles, was man haben muss, ist da.“ Mit dem Hinweis auf die vergleichsweise geringen Kosten will Sloane auch den Kritikern der neuen Spielstätte den Wind aus den Segeln nehmen. Die sehen im Musikforum ein Millionengrab. Sloane­ empfindet das Thema Geld als „erfreuliche Geschichte“. Er verweist auf rund 15 Millionen Euro aus mehr als 20.000 privaten Spenden, die den Bau erst möglich gemacht hätten.