Köln

Wiedereröffnung der Kölner Oper nicht abzusehen

Köln.  Für die Wiedereröffnung der Kölner Oper und des Schauspielhauses gibt es noch keinen Termin. Zurzeit sei noch nicht abzusehen, wie viele Jahre der Umbau noch in Anspruch nehmen werde, sagte der neue technische Betriebsleiter Bernd Streitberger. „Es hat hier eklatante Fehlleistungen gegeben, sowohl bei der Planung wie bei der Bauleitung der Gewerke der technischen Ausrüstung“, sagte der ehemalige Baudezernent. „Wir haben 700 Punkte, an denen zum Beispiel die Durchführung von Kabeln durch die Wand von den Brandschutzabständen her nicht so erfolgt ist wie vorgeschrieben“, sagte Streitberger. „Das bedeutet, dass wir große Teile der technischen Ausrüstung des Gebäudes zurückbauen und neu machen müssen. Das ist nicht nur eine Verzögerung – es ist ein komplettes Neuaufstellen des Projekts.“ Im Frühjahr will Streitberger einen Zeitplan mit einem Wiedereröffnungstermin vorlegen. Wann der Baubetrieb wieder anlaufen wird, steht noch nicht fest.

Seit 2012 werden Oper und Schauspielhaus saniert. Beide Gebäude stammen aus der Nachkriegszeit. Für November 2015 war die Wiedereröffnung geplant. Weniger als vier Monate vorher wurde sie abgesagt. Die Gesamtkosten für die Sanierung werden derzeit auf 400 bis 460 Millionen Euro veranschlagt. 250 Millionen waren anfangs vorgesehen. Der Spielbetrieb geht unterdessen in Ausweichquartieren weiter.