Hamburg

Neues Hamburger Kulturzentrum: das Hochwasserbassin

Hamburg.  Was steht auf dem Wunschzettel von Kreativschaffenden ganz oben? Also, abgesehen von: Ruhm und Geld? Genau: Raum. Bezahlbare Räume. Auch wenn es im Nachhinein eine gute Geschichte abgibt, dass eine erfolgreiche Band wie Revolverheld ihren ersten Proberaum einst im (richtig: im) Pfeiler einer U-Bahn-Station hatte. Das wäre heute womöglich anders, denn Hamburger Kulturschaffende bekommen nun mit dem Hochwasserbassin ein neues Zentrum für die Kultur und Kreativwirtschaft in Hammerbrook.

Die Hamburg Kreativ Gesellschaft übergab den ehemaligen Betriebshof der Hamburger Wasserwerke am Dienstag an zwei Betreibergemeinschaften, die die Räume gegen eine niedrige Miete übernehmen und dort Ateliers, Werkstätten, Tonstudios, Ausstellungs- und Veranstaltungsräume sowie ein Schallplattenpresswerk entstehen lassen, teilte die Kulturbehörde mit. Die Grundsanierung wurde mit Mitteln der Behörde in Höhe von 650.000 Euro realisiert.

"Die kreative Landkarte Hamburgs ist um einen neuen Standort reicher. Mit dem Hochwasserbassin ist ein Ort entstanden, der den Kreativen unserer Stadt bezahlbaren Raum bietet und an dem neue Ideen realisiert und gesellschaftliche Veränderungen bewirkt werden können", sagte Kulturstaatsrat Carsten Brosda. Der Nutzungszeitraum der Gebäude ist im Rahmen des Projekts auf 20 Jahre angesetzt.

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