Hamburg

Von Klassik übers Volkslied bis zur Coldplay-Ballade

Bei der Nacht der Chöre in St. Petri steht musikalische Vielfalt auf dem Programm

Hamburg. Gemeinsam singen macht glücklich, klug und schlau. Das wissen die Hamburger ganz genau – deshalb gibt es in der Hansestadt weit über 100 Chöre mit einigen Tausend Sängerinnen und Sängern. Einmal im Jahr trifft sich die Szene zu einem gemeinsamen Marathonkonzert: bei der Nacht der Chöre in der Hauptkirche St. Petri.

Am Sonnabend, 9. Juli, feiert das Fest der vokalen Klänge sein 25-jähriges Bestehen, mit einem prallvollen Programm zwischen 15 Uhr und Mitternacht. Vom Volksliedarrangement bis zur zeitgenössischen Musik, von afrikanischen Liedern bis zur Coldplay-Ballade „Viva la Vida“ ist so ziemlich alles dabei, was schön oder spannend klingt und zu Herzen geht. Die Sänger reichen vom Chor der dritten Klassen der Wichern-Schule über den großartigen Mädchenchor Hamburg unter Leitung von Gesa Werhahn bis zu einer ganzen Reihe von Erwachsenenchören.

Dagegen ist der Svenska Kyrkans Kör nicht etwa aus Stockholm eingeflogen, sondern in der Schwedischen Seemannskirche zu Hause. Mit seiner Leiterin Almut Stümke sorgt der Chor für wunderbare skandinavische Farbtupfer.

Beim Jubiläum sind auch die Hauptkirchen gut vertreten: etwa Gastgeber Thomas Dahl mit seinem Hamburger Bachchor St. Petri, Christoph Schoener und der Chor St. Michaelis und die Kantorei St. Katharinen unter Andreas Fischer. Besonders gespannt sein darf man auf den ersten Chornacht-Auftritt von Gerhard Löffler, dem Nachfolger von Rudolf Kelber an St. Jacobi, mit dem dortigen Vokalensemble.

Und wer spontan von der Sangeslust gepackt wird, kann sich einem Projektchor anschließen, der um 17.15 Uhr vor der Kirche zusammenkommt, dann zwei Stunden mit Julia Götting probt und gegen 20 Uhr auftritt – eine super Gelegenheit für alle derzeit chorlosen Choristen, die auch noch glücklich, klug und schlau werden wollen.

Nacht der Chöre Sa 9.7., 15.00–24.00, Hauptkirche St. Petri, Eintritt frei